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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. September 2017 | 08:53 Uhr

Verschütteter Bauarbeiter in Roggentin gerettet

vom

svz.de von
erstellt am 27.Jun.2013 | 06:47 Uhr

Auf der Baustelle für ein Pflegeheim in Roggentin ist gestern ein verschütteter Bauarbeiter gerettet worden. Kollegen waren sofort zur Stelle, um den bis zum Brustkorb von Erdmassen eingeklemmten Mann aus der Grube zu befreien. Er wurde in die Uniklinik gebracht und musste dort eine Nacht zur Beobachtung bleiben.

Gegen 11 Uhr war der 30-jährige Mitarbeiter der Firma Tief- und Straßenbau Krempien aus Elmenhorst in einer 1,10 Meter tiefen Baugrube mit Arbeiten an einem Wasseranschluss beschäftigt. „Plötzlich hat die Erdwand nachgegeben, die durch den Regen aufgeweicht war“, sagt Firmenchef Stefan Krempien. Die Erleichterung darüber, dass seinem Mitarbeiter nichts Ernstes passierte, ist Krempien anzumerken. „Ich bin meinem zweiten Mitarbeiter und den Kollegen von Fagus, die mit Schaufeln und Spaten sofort bei der Befreiung geholfen haben, unglaublich dankbar“, sagt er.

Auf dem Gelände in Roggentin lässt der Dummerstorfer Verein Auf der Tenne derzeit einen Gesundheits- und Bildungscampus mit Kita, Pflegeheim und betreutem Wohnen errichten. Heute soll Richtfest gefeiert werden. „Wir sind froh, dass alles noch einmal glimpflich ausgegangen ist“, sagt Projektleiter Rolf Ruge. Er wollte den Mitarbeiter noch gestern Nachmittag in der Klinik besuchen, um sich persönlich zu erkundigen, wie es ihm geht.

Die Polizei ermittelt indes wegen Fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt. Laut den Untersuchungen vor Ort hätte in der Baugrube Wasser gestanden, dass abgepumpt werden sollte. Ob das die Ursache des Erdrutsches war, untersucht jetzt der Kriminaldauerdienst Rostock. Auch das Amt für Arbeitsschutz ist in die Prüfungen involviert.

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