Advent : Vernarrt in Weihnachten und Lichter

Sie haben in ihrer Mozartstraße ein Lichterkunstwerk geschaffen: Sohn Christian (l.) und seine Eltern Knut und Kerstin Graf. Am Heiligabend wird es länger als an den anderen Tagen beleuchtet sein.
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Sie haben in ihrer Mozartstraße ein Lichterkunstwerk geschaffen: Sohn Christian (l.) und seine Eltern Knut und Kerstin Graf. Am Heiligabend wird es länger als an den anderen Tagen beleuchtet sein.

Familie Graf zaubert für sich und die Nachbarn ein Winterkunstwerk und verleiht Warnemünde damit einem Hauch von Las Vegas.

svz.de von
22. Dezember 2013, 05:00 Uhr

Wenn man die Menschen einteilt in Weihnachtsmuffel und Weihnachtsromantiker, zählt sich Familie Graf aus Warnemünde zu den Letzteren. Seit 2004 zaubern Kerstin und Knut Graf mit Sohn Christian eine romantische Weihnachtswinterwelt in den Vorgarten der Mozartstraße 3. Da kommt einiges zusammen, was sich zu einem Gesamtkunstwerk aus Lichtern und Figuren zusammensetzt und die Menschen in Scharen zu dieser Adresse pilgern lässt. 2500 LEDs, 80 Meter LED-Schläuche und 30 Meter Kerzen sind nur einige der Materialien. Um die Schlitten ziehenden Elche optimal zu platzieren, hat Schlosser Knut Graf einen Ständer angefertigt. Und für den Hauch von Las Vegas in Warnemünde sorgt eine singende Douglas-Kunsttanne, die aus Amerika organisiert wurde.

Über das Jahr feilen Vater Knut und Sohn Christian Graf an dem Konzept. Da werden Pläne geschmiedet, Überlegungen verworfen und dann wieder neue Raffinessen erdacht. Tochter Janine mag das Werk auch bestaunen, aber ist nicht mit bei den Planungen dabei. Sie ist nicht ganz so vernarrt in diese weihnachtliche Lichtkunst wie die übrige Familie. Die schmückt auch nicht nur einfach, der Aufbau wird alljährlich richtig zelebriert: „Wir veranstalten am Sonnabend vor dem 3. Advent ein Schmückfest“, sagt Kerstin Graf. Da helfen Freunde, Familie und Nachbarn. Und es wird dabei nicht nur gearbeitet, dann gibt es auch Bratwurst und Glühwein für alle.

Immer zwischen 16.30 und 21 Uhr ist das Lichtbild entzündet. Nur Heiligabend wird es länger zu sehen sein, damit sich auch andere Spaziergänger daran erfreuen können. Dann wird es wieder dunkel. „Solche Leidenschaft hat ja auch nicht nur Befürworter“, weiß Knut Graf. Aber die Zahl derjenigen, die sich darüber freuen, ist deutlich größer: Täglich klicken dort Fotoapparate vor der Tür. Insgeheim freut sich Kerstin Graf darüber, wenn sich Passanten an ihrem Werk erfreuen, in das sie viel Geld, Ideen und Zeit investieren. Nicht zuletzt auch Platz, denn die ganze Deko nimmt im Keller eine Fläche von zwölf Bananenkisten ein, Tendenz steigend.

Diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr: „Weihnachten ist für mich das schönste Fest überhaupt“, offenbart Kerstin Graf. „Das war bei uns in der Kindheit schon immer so schön, wenn vor der Bescherung das Glöckchen geläutet wurde.“ Auch damals gehörte für sie das ganze Paket mit Lichtern, Weihnachtsmann und Überraschungen dazu.

Knut Graf hat von Anfang an diese Leidenschaft geteilt. Das Lichterspektakel ist bis Neujahr in der Mozartstraße zu sehen, schließlich gibt es zu „Leuchtturm in Flammen“ auch viele, die sich an diesem Fleckchen von Warnemünde erfreuen. Und wenn alles wieder in den Kisten verstaut ist, geht es von vorn los. „Nach Weihnachten ist für uns vor Weihnachten, im Januar starten wir mit den Planungen für das kommende Fest“, verrät Knut Graf.

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