Vermummte werfen Molotow-Cocktail

Kommen die Täter aus dem rechten Milieu? Foto: Archiv
Kommen die Täter aus dem rechten Milieu? Foto: Archiv

svz.de von
12. August 2012, 08:03 Uhr

Rostock | In der Nacht zu Sonntag haben zwei Unbekannte einen Molotow-Cocktail gegen eine Mauer in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt geworfen. Anschließend verschwanden die beiden Vermummten. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen versuchter schwerer Brandstiftung. Der Verein Alternatives Wohnen in Rostock (Awiro) in der Niklotstraße wertet die Tat als Anschlag auf sein linkes Jugend- und Wohnprojekt und vermutet einen rechtsextremen Hintergrund. Die Projekthäuser des Awiro seien wegen des antifaschistischen Engagements des Vereins in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Neonazis geworden. "Nur durch Zufall traf der Brandsatz kein Fenster und richtete weiteren Schaden an", sagt Vera Wendt, Sprecherin des Vereins.

Unklar ist, ob der Vorfall im Zusammenhang mit einer Spontan-Demo von Rechtsextremisten am Freitag in Rostock steht. Etwa 15 größtenteils maskierte Anhänger der rechten Szene trafen sich dabei in der Kröpeliner Straße. Sie verteilten Flugblätter und zeigten Transparente. Bevor die Polizei einschreiten konnte, waren die Demonstranten wieder verschwunden. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht.

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