Dritter tödlicher Badeunfall : Vermisster tot aus der Warnow geborgen

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Fotos: Stefan Tretropp

50-Jähriger geht über Bord eines Party-Tretbootes und taucht nicht mehr auf. Vermisster ist Feuerwehrmann bei Rostocker Berufsfeuerwehr

svz.de von
03. August 2016, 16:32 Uhr

Taucher haben heute Nachmittag die Leiche eines Vermissten aus der Warnow bei Rostock geborgen. Der 50-Jährige war am Dienstag während eines privaten Ausflugs beim Schwimmen in der Warnow nahe Sildemow (Landkreis Rostock) verschwunden. Der Ordnungssenator der Hansestadt Rostock, Dr. Chris Müller, verschaffte sich am Nachmittag an der Einsatzstelle einen Überblick: "Mit großem Bedauern muss ich mitteilen, dass es sich bei dem Toten um einen Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Rostock handelt. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen."

Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem Landkreis und der Hansestadt Rostock, der Berufsfeuerwehr Stralsund, von der Polizei, von Wasserwacht und DLRG hatten am Mittwoch die Suche nach dem Vermissten in der Warnow bei Rostock fortgesetzt. 10 Taucher suchten dabei am Nachmittag den Grund des Flusses in einer Kettenformation nochmals systematisch ab, die Suche wurde mit dem Einsatz von Sonar unterstützt. Gegen 14.45 Uhr fanden die Taucher den Vermissten unweit der Unglücksstelle vom Dienstag tot auf.

Der Unfallhergang wird von der Kriminalpolizei untersucht. Der Mann hatte das Ausflugstretboot, das er gemeinsam mit 10 weiteren Personen nutzte, zum Schwimmen verlassen. Die Begleiter auf dem Boot bemerkten, dass der Schwimmer im Wasser Probleme hatte. Ein Rettungsversuch scheiterte. Den Beteiligten wurde seelsorgerische Betreuung angeboten.

Es ist bereits der dritte tödliche Badeunfall in dieser Woche in Meckelenburg-Vorpommern. Am Dienstag war in Warnemünde ein 73 Jahre alter Mann beim Baden in der Ostsee ums Leben gekommen. Zeugen hatten am Strand einen leblosen Menschen im Wasser entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Er konnte nach wiederbelebt werden, starb aber später im Krankenhaus. Vor einer Woche war bei Silz am Fleesensee (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ein 26-Jähriger ertrunken.

Der behinderte Mann gehörte zu einer Reisegruppe von 13 Behinderten mit acht Betreuern. Der Verunglückte war als Nichtschwimmer in einen tiefen Seebereich geraten. Auch hier werden die Umstände noch untersucht.

2015 waren in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 27 Menschen ertrunken.

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