zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. August 2017 | 15:18 Uhr

Rostock : Verkehrswacht will sich stärken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mehr Sicherheit für alle: Um aktiv Projekte in Rostock starten zu können, sucht der Landesverband ehrenamtliche Helfer vor Ort. #wirkoennenrichtig

Fahrradtraining für die Kleinen, Eignungstests im Alter und Erziehungsmaßnahmen für alle Teilnehmer – mehr Sicherheit auf den Straßen ist das erklärte Ziel der Verkehrswacht. Um es zu erreichen, sind Bundes- und Landesverband in den Gemeinden und Städten in MV auf ehrenamtliche Unterstützer angewiesen. Doch die fehlen in Rostock massiv.

„Kurz nach der Wende war Rostock eine der größten Wachten im Lande. Jetzt hat sie nur zehn Mitglieder“, sagt Andrea Leirich, Geschäftsführerin der Verkehrswacht MV. Zwar könne die Landeswacht von Schwerin aus vieles koordinieren, nicht aber vor Ort präventiv und aktiv arbeiten. „Deshalb brauchen wir Ehrenamtler, die sich gern Zeit für das Thema nehmen“, sagt Leirich.

Das Aufgabenfeld der Freiwilligen ist vielfältig: „Es geht von Besuchen in Schulen über Verkehrserziehung auf der Straße bis zu Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Leirich. So freue sich die Wacht über Menschen mit Erfahrung im Verkehrswesen wie ehemalige Polizisten – „aber auch Eltern, die gefährliche Schulwege kennen und ihr Wissen teilen wollen, sind willkommen“, so die Wacht-Chefin. Einplanen sollten die Helfer fünf bis zehn Stunden pro Woche.

Auch Verkehrssenator Holger Matthäus (Grüne) will sich für eine starke Wacht in der Hansestadt einsetzen. „Viele regen sich in Foren und Diskussionen über Fahrrad-Rowdys oder zu schnelle Pkw-Fahrer auf, aber sie reden nur. Bei der Verkehrswacht hätten sie die Chance, wirklich etwas zu ändern“, sagt er. Auch für Rostock sei es das erklärte Ziel, den Verkehr sicherer zu machen. „Wir hatten im letzten Jahr acht Verkehrstote – so viele gab es vorher nie, maximal zwei“, bedauert Matthäus, der der Verkehrsunfallkommission der Hansestadt vorsitzt. Er könne sich vorstellen, mithilfe der Ehrenamtler das Konzept zu Verkehrssicherheit um Schulen, Kitas und Horte zu stärken.

Ein weiterer Vorteil: Wenn eine Rostocker Verkehrswacht aktiv würde und Projekte startete, könnte diese dafür bereitstehende Landesmittel akquirieren. „Es sind Gelder vorhanden, aber wenn es niemanden gibt, der Projekte umsetzen will, gehen sie woanders hin“, erklärt Leirich. So sei es in der Vergangenheit bereits geschehen.

Wer sich ehrenamtlich bei der Verkehrswacht Rostock engagieren möchte, soll sich zunächst an die Landeswacht wenden, sagt Andrea Leirich. Da der Standort erst wieder ausgebaut werden muss, fehle noch die Infrastruktur. Sobald einige Freiwillige gefunden sind, werde sie eine Kontaktveranstaltung vor Ort anvisieren, so Leirich. Ein neues Mitglied hat die Landeswacht vergangene Woche bereits gefunden: Senator Holger Matthäus.

Im Internet: www.verkehrswacht-mv.de Kontakt: unter Telefon: 0385/521 96 10 oder per E-Mail an: info@verkehrswacht-mv.de

In Kürze: Die Verkehrswacht

• ist eine bundesweite Vereinigung, die sich in 16 Landeswachten untergliedert.

• In MV gibt es 20 örtliche Verkehrswachten in den Gemeinden und kreisfreien Städten.

• Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) entstand 1924 aus einer Bürgerinitiative in Berlin. Seitdem setzt sie sich für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf den Straßen ein.

• Heute arbeitet die DVW mit etwa 60 000 Ehrenamtlichen, davon rund 600 in MV.


 

zur Startseite

von
erstellt am 07.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen