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8. Warnemünder Sandwelt : Vergängliche Kunst vor der Kaikante

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bis zum 29. Oktober ist die 8. Warnemünder Sandwelt zum Thema „Moby Dick“ zu sehen

Internationales Flair herrscht derzeit im Areal der Pier 7. Dort gestalten die Eis- und Schneekünstler der 14. Eiswelt Rövershagen auch die Skulpturen der 8. Warnemünder Sandwelt. „Dieses Jahr steht mit ,Moby Dick’ eines der berühmtesten Bücher der Welt im Mittelpunkt“, sagt der künstlerische Leiter Othmar Schiffer-Belz. Geschrieben hat es Herman Melville, der vor 125 Jahren gestorben ist. Melvilles Abbild schaffen beispielsweise Inese Valtere und Donatas Mockus aus Lettland. Sie haben ihre Skulptur bis Sonntag fertig. Dann reisen sie ab. Den Titelgeber Moby Dick wird Ainars Zingniks modellieren, der ebenfalls aus Lettland stammt. Bis auf den polnischen Künstler Wiaczeslaw Borecki ist es für die anderen Künstler eine Premiere. Borecki war bereits vier Mal dabei.

Die Geschichte geht wie folgt: Der irre Kapitän Ahab jagt mit einem Segelschiff kreuz und quer über die Meere. Er hat nur ein Ziel – er will Moby Dick erwischen, einen geheimnisvollen weißen Pottwal. In der Geschichte geht es auch um Rache: Denn Ahab hat Jahre zuvor in einem Kampf mit Moby Dick ein Bein verloren. Das soll der Wal jetzt büßen. „Die Geschichte nimmt kein gutes Ende“, so Schiffer-Belz. Das Schiff wird von Moby Dick gerammt und sinkt. „Es überlebt nur der Erzähler Ismael“, verrät Schiffer-Belz.

Der Eintritt in die Sandwelt an der Pier 7 ist übrigens kostenlos. Die Sandskulpturen sind dort bis zum 29. Oktober täglich zu sehen. Damit die Sandfiguren sieben Monate lang Wind und die salzige Luft der Ostsee unbeschadet überstehen, wurde extra ein spezieller Sand aus einer Grube im brandenburgischen Niederlehme nach Warnemünde geliefert. Er verfügt über eine besonders eckige Kornstruktur, die sehr gut bindet.

Für jede Skulptur benötigen die Künstler eine Arbeitszeit von 100 Stunden. Insgesamt verbauen sie 300 Tonnen von diesem Spezialsand. Den notwendigen Rückhalt für die tonnenschweren Rohlinge gibt ihnen ein massives Holzgerüst. Die Besucher können die kreativen Künstler bei der Arbeit beobachten.

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erstellt am 19.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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