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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 08:51 Uhr

Warnemünde : Vereine fürchten um ihr Domizil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auf Plänen fehlt das Gebäude Am Bahnhof 15. Alle hoffen auf ein Wassersportzentrum, das auch für Vereine bezahlbar ist.

svz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Wassersportvereine aus Warnemünde bangen um ihr Domizil im Gebäude Am Bahnhof 15. Auf künftigen Plänen der Mittelmole ist das Haus nicht mehr eingezeichnet. Betroffen davon wären dann der Tauchsportclub Warnemünde (TSW), der Kuttersegelclub Warnemünde und der Warnemünder Anglerverein (WAV), der dort gern mit einziehen möchte, weil ihm Räume fehlen. Da gibt es entsprechende Gespräche mit dem Eigner, dem Eigenbetrieb für Kommunale Objektbewirtschaft und -entwicklung (KOE). „Wir haben einen Antrag für einen Raum gestellt beim KOE und warten jetzt auf eine Antwort“, sagt Tine Dettmann vom Warnemünder Anglerverein.

„Der Standort ist für alle Vereine mit Wassersport ideal“, sagt Bastian Kohse, Vorstandsmitglied des Kuttersegelvereins. „Der Standort bietet ideale Bedingungen zur Durchführung des Segelunterrichts im Rahmen des Schulsportes“, erklärt er. Das Areal ist auch ideal zum Be- und Entladen der Tauchboote und dicht an den 86 Bootsanliegerplätzen des WAV. Besorgt ist auch Jens Uhlig, Vorsitzender des WAV. Der Verein musste 2012 vom Wiesenweg in den Weidenweg umziehen. „Dort fehlt für uns jede Infrastruktur wie Strom und Wasser“, sagt Uhlig. Das sollte 2013 kommen, weil aber das Thema Caravanplatz stagniert, bleiben die Angler im Wortsinne auf dem Trockenen. „Seit drei Jahren hat sich da nichts getan“, sagt Uhlig. Deshalb ist so ein Gebäude wichtig für die maritimen Vereine“, sagt Uhlig. Deshalb baten die Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder den Ortsbeirat von Warnemünde auch darum, einen Antrag an die Bürgerschaft zu stellen, um das bestehende Vereinsgebäude zu erhalten. „Es ist noch nichts festgelegt“, beruhigt Beiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Der Ortsbeirat will einen Antrag stellen. „Auch wir als Warnemünde Verein stehen voll und ganz hinter dem Ansinnen der Vereine“, sagt Hans-Joachim Richert. Es wäre sinnvoll, an dieser Stelle ein Wassersportzentrum zu erhalten oder zu errichten. Bei einer neuen Lösung gibt es auch Ängste: „Ob wir dann noch die Mieten zahlen können, ist schwer zu sagen“, sagt TSW-Vorsitzender Joachim Bonin. Als Beispiel nennt er den Bootsliegeplatz: Vor der Sanierung hat er etwa 120 Euro gekostet, jetzt sind dafür 700 Euro fällig. Für einen Verein ist so ein Preisunterschied enorm.

Eine Nachfrage zum Gebäude Am Bahnhof 15 beim KOE offenbarte Gesprächsbereitschaft: „Wir werden umgehend Kontakt zu den Vereinen aufnehmen“, versprach KOE-Sprecher Nico Seefeldt.

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