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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 10:00 Uhr

Vereinsserie : Verein lebt die Faszination Pferd

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Landesverband für Reiten, Fahren und Voltigieren zählt 9126 Mitglieder und ist auch beim Nachwuchs gut aufgestellt

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigieren ist einer der wenigen Vereine, der nach der Wende deutlich Mitglieder gewinnen konnte. Waren zu DDR-Zeiten in den drei Bezirksfachausschüssen Rostock, Neubrandenburg und Schwerin rund 7000 Männer, Frauen und Kinder organisiert, so beträgt die Zahl der Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern zwischen polnischer Grenze und jener zu Niedersachsen aktuell 9126. Diese sind auf 72 Reiterhöfen sowie in 258 Vereinen tätig.

„Wir waren 1990 der erste Pferdesportverband in Ostdeutschland, der sich gründete. Wir haben die Regelungen des deutschen Pferdesports, also die Leistungsprüfungsordnung, übernommen“, sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Begall.
Während zu DDR-Zeiten die Vereine zahlreiche eigene Pferde besaßen, ist deren Zahl zurückgegangen. Heute sind es vielfach Züchter, die jungen Talenten Pferde zur Verfügung stellen.

„Etwa 80 Prozent unserer Mitglieder sind Breiten-sportler, die meist mit einem eigenen Pferd ihrem Hobby nachgehen. Nur etwa 20 Prozent sind im Wettkampf eingebunden“, sagt Begall, der im Ehrenamt Vorsitzender des Reiterclubs Passin bei Bützow ist und mit seinem Pferd Silent Hill Turniere reitet.

„Der Pferdesport wird übrigens immer weiblicher“, sagt Präsidiumsmitglied Franz Wego. Für Turniere würden sich derzeit fast nur Mädchen qualifizieren. „Sieben Hühner und ein Hahn“, scherzt der passionierte Reiter. Er ist als Bauernsohn mit Pferden aufgewachsen. Heute züchtet er selbst Rösser und bläst außerdem gern das Jagdhorn. Für ihn und Tausende andere Menschen ist die Faszination Pferd ungebrochen. „Das wird ganz deutlich bei unseren unterschiedlichsten Veranstaltungen. Gab es vor 1990 etwa 70, 80 Starts bei einem Turnier, so sind heute 600 oder 700 keine Seltenheit“, sagt der 68-Jährige, der nicht nur auf die sportliche Seite verweist.

„Das Miteinander von Mensch und Tier in der Natur, das ist Faszination pur“, findet Wego. Darin sieht er auch den Grund dafür, dass der Pferdesport keine Nachwuchssorgen kennt. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für uns sehr wichtig. Die Spenden, die wir als Verein bekommen, setzen wir gezielt vor allem in diesem Bereich ein“, sagt Geschäftsführer Begall, der dennoch auf ein gleichberechtigtes Miteinander der Mitglieder im Alter zwischen 10 und 80 verweist.

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