zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 23:15 Uhr

Rostock : Verein für Energiewende gegründet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Masterplan 100 Prozent Klimaschutz soll aufgehen. Möglichkeiten für Anträge auf Fördermittel für lokale Projekte wachsen

Bis 2050 will Rostock seinen Energiebedarf um die Hälfte senken. Die anderen 50 Prozent sollen CO2-neutral abgedeckt werden. Dazu soll der Verein Energiebündnis Rostock beitragen, der gestern im Kulturhistorischen Museum gegründet wurde. Seine Aufgabe ist es insbesondere, Fördermittel für Klimaschutzprojekte einzuwerben. „Dadurch werden wir handlungsfähiger – rechtlich und finanziell“, sagt Umweltsenator und Vereinsmitglied Holger Matthäus (Grüne).

Derzeit laufe beispielsweise ein Antrag auf Zuschüsse für einen Radschnellweg am Südstadtcampus. „Wir rechnen mit etwa 500 000 bis 600 000 Euro“, so Matthäus. Auch die Stadthalle habe einen Antrag auf kostengünstigere LED-Innenbeleuchtung gestellt – Dinge, die künftig der Verein für die Rostocker in die Hand nehmen könnte. Dessen Mitglieder haben Uni-Professor Egon Hassel zum Vorsitzenden gewählt.

In der Vergangenheit habe Rostock bereits Anträge auf eine Konzeption zum Masterplan 100 Prozent Klimaschutz und eine -managerin gestellt, die bewilligt wurden, so Britta Sommer vom Deutschen Institut für Urbanistik. Das unterstützt seit 2008 Kommunen, Vereine und Bildungseinrichtungen dabei, Mittel für Projekte zum Klimaschutz vom Bund zu bekommen. Noch für dieses Jahr seien weitere Vorhaben in Rostock geplant, sagt Kerry Zander von der Klimaschutzleitstelle. „Es soll eine AG Netzwerk Energiemanagement gegründet werden, ein Energiesparwettbewerb in privaten Haushalten und ein Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte.“ Es sei angedacht, dass Langzeitarbeitslose geschult werden, um in den entsprechenden Haushalten Schwachstellen entdecken zu können. Dort würden Stromfresser gegen energieeffiziente Geräte getauscht, so Zander.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen