Hanse Sail : Veranstalter und Helfer stoßen an

Der feste Kern des Hanse Sail-Teams auf dem Dreimast-Schoner „Kapitan Borchardt“: „Maßstäbe gesetzt, die zu toppen schwer sein wird.“
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Der feste Kern des Hanse Sail-Teams auf dem Dreimast-Schoner „Kapitan Borchardt“: „Maßstäbe gesetzt, die zu toppen schwer sein wird.“

Holger Bellgardt und Oberbürgermeister Roland Methling bedanken sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement

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11. August 2015, 08:00 Uhr

Nachdem die Hanse Sail am Sonntagabend zu Ende gegangen ist, haben sich die Helfer gestern Morgen zum traditionellen Abschlussfrühstück getroffen. Veranstaltungsleiter Holger Bellgardt nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten für ihren Einsatz zu danken: „Vor allem die vielen Ehrenamtler haben eine große Leistung vollbracht.“ Aber auch alle anderen, darunter diejenigen, die auf staubigen Parkplätzen standen und praktisch nichts von der Sail mitbekommen haben, die Stadtentsorgung und die zahlreichen Ordner hätten zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) lobte das Engagement der Hanse Sail-Helfer: „Es wurden Maßstäbe gesetzt, die zu toppen sehr schwer sein wird.“ Vonseiten der Stadtverwaltung waren außerdem die Senatoren Chris Müller (SPD), Steffen Bockhahn (Linke) und Holger Matthäus (Grüne) gekommen. „Wir wollten das Dankeschön in Geschlossenheit der Stadtverwaltung überbringen“, so Methling.

Einige Helfer erhielten auch ein persönliches Dankeschön vom Veranstaltungsleiter, darunter Fredi Ewert von der Wasserschutzpolizei (WSPI), für den das Helferfrühstück gleichzeitig sein offizieller Abschied von der Hanse Sail war. Der Leiter der WSPI übernimmt ab September die Inspektion in Stralsund. „Ich bin sehr traurig, gehen zu müssen“, so Ewert, der für seine letzte Hanse Sail eine positive Bilanz zieht. Generell lag der Schwerpunkt der Arbeit für die Wasserschutzpolizei in der Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs. Neben kleinen Zusammenstößen gab es in diesem Bereich keine großen Vorfälle zu verzeichnen. Eine Person fiel ins Wasser, hat sich aber nicht ernsthaft verletzt. Der Einsatz über die gesamte Sail sei reibungslos verlaufen, so Ewert. „Wir waren ein wundervolles Team.“

Aber auch abseits vom großen Trubel, bei der Mini-Sail im IGA-Park, gab es alle Hände voll zu tun. 120 Modellbauer präsentierten Segel- und Dampfschiffe, aber auch Flugzeuge, in Miniaturform. „Es sind sehr viele Besucher vorbeigekommen, wir hatten gut zu tun“, sagt Mitorganisator Eberhard Stoffer.

Auch nach dem Ende der Sail ist für Veranstalter und Helfer die Arbeit nicht vorbei. „Wir sind jetzt noch mindestens eine Woche damit beschäftigt, abzubauen und einzulagern“, sagt Holger Bellgardt. Außerdem würden jetzt die Abrechnungen gemacht, Kritik und positives Feedback zusammengetragen und ausgewertet. „Die Anregungen beantworten wir natürlich“, so Bellgardt. Danach geht es für ihn und viele seiner Mitstreiter erst einmal in den wohlverdienten Urlaub. Mit frischer Kraft liegt dann der Fokus auf der kommenden Hanse Sail, die vom 11. bis 14. August 2016 stattfindet. Als Partnerland konnte Polen gewonnen werden.

Spenden für die Traditionsschiffe

Am Sonntag ist eine neue Initiative gestartet: Das Hanse Sail-Büro und der Hanse Sail Verein rufen diejenigen, die finanziell von der Veranstaltung profitieren, dazu auf, einen Beitrag von symbolischen „x“ mal 250 Euro zur Erhaltung der Traditionsschiffe zu spenden. Der erste Spender ist Wojciech Miziewicz aus Stettin. Der Veranstalter des polnischen Marktes wird gleich zweimal 250 Euro einzahlen. Er sagt: „Ich würde mich freuen, wenn auch eine Reparatur des Mastes der ,General Zaruski’ aus Danzig finanziert werden könnte.“ Der Mast des polnischen Schiffes war auf dem Weg nach Rostock gebrochen. Privatpersonen können sich mit einer Spende von 25 Euro beteiligen.

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