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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 19:44 Uhr

Warnemünde : Vandalismus an Bäumen nimmt zu

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt will dagegen vorgehen. Start in Warnemünde.

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Es gibt einen neuen negativen Trend in Rostock und Warnemünde: Er heißt Baumvandalimus. „Wir haben zunehmend das Problem, dass es Menschen gibt, die nach Neuanpflanzungen Bäume manipulieren, damit sie eingehen oder einfach an den Kronen herumschnippeln, um sie klein zu halten“, sagt Sachgebietsleiter Stefan Patzer.

Bäume spalten grundsätzlich die Gemüter. Die einen sind unglücklich, wenn irgendwo welche gefällt werden müssen, andere kämpfen gegen Neuanpflanzungen. Gerade vor der eigenen Haustür. Diese Gruppe fürchtet eine Verschattung ihrer Häuser oder sie sind aus anderen Gründen dagegen. Beispiele von Baumvandalismus und dadurch gestorbenen Bäumen finden sich in der Stadt beispielsweise am Brink, in der Dethardingstraße und der Doberaner Straße. Aber auch in Warnemünde gibt es solche Vorfälle – zum Beispiel in der Alexandrinenstraße vor der Nummer 73. Dort sind im Herbst die Blätter der kleinkronigen Thüringischen Mehlbeere komplett braun geworden, der Baum ging ein, es musste ein neuer gepflanzt werden. „Der Baum hat quasi einen Infarkt erlitten“, sagt Patzer. „Wenn es von der Hitze kommen würde, würden die Bäume die Blätter einfach abwerfen“, erklärt der Experte aus dem Grünamt.

Die Amtsmitarbeiter gehen davon aus, dass jemand nachgeholfen hat. Denn die anderen Bäume der Straße gedeihen gut. Beim beschädigten Baum war bereits vorher an der kleinen Krone herumgeschnitten worden. Dabei müssen es aber nicht immer die Bewohner des Hauses sein, die nachhelfen. „Manchmal können Privatfehden dahinter stecken“, sagt Patzer. Aber die Stadt will das nicht mehr hinnehmen. Denn das Pflanzen neuer Bäume kostet zwischen 500 und 1000 Euro. Manche von ihnen werden jetzt mit einem Schild versehen. Die Aufschrift: „Straßenbäume sind Eigentum der Hansestadt Rostock – Sachbeschädigungen können strafrechtlich verfolgt werden.“ Der Nachfolger des abgestorbenen Baumes in der Alexandrinenstraße 73 ist der erste mit so einem Schild.

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