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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. September 2017 | 00:39 Uhr

Havarie : „Vagel Grip“: Öl läuft in die Warnow

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Umwelt-Alarm beim Abwracken des Ex-Übernachtungsschiffs in Rostock: Ein Gemisch aus Öl und Wasser läuft in den Fluss.

svz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Das Rostocker Unglücks-Schiff „Vagel Grip“ hat gestern erneut für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Am Fähranleger Oldendorf lief ein Gemisch aus Wasser und Öl in die Warnow – ausgerechnet beim Abwracken des schon zweimal gekenterten Ex-Übernachtungsschiffs. Um kurz nach 16 Uhr ging die Nachricht bei der Wasserschutzpolizei ein. Die Einsatzkräfte konnten deshalb schlimmere Umweltschäden offenbar verhindern. „Unmittelbar nachdem die Gewässerverunreinigung festgestellt wurde, liefen die Maßnahmen zu ihrer Beseitigung an“, teilte ein Sprecher des Wasserschutzpolizeiamts Mecklenburg-Vorpommern mit. Noch im Laufe des Nachmittags wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen Mitarbeiter der vor Ort mit dem Abwracken tätigen Entsorgungsfirma aufgenommen.

Es ist ein trauriges Ende für die „Vagel Grip“, auf deren Rettung viele in Rostock vergeblich gewartet hatten. Im Januar 2011 drang durch ein Leck Wasser in den Rumpf ein. Der Kutter sank und wurde im Stadthafen vom Eis eingeschlossen. Erst im April konnte ein Schwimmkran die „Vagel Grip“ bergen und ans gegenüberliegende Ufer bringen. Der Eigner, die Ostsee Touristik AG, wollte sie ursprünglich wieder flottmachen lassen und einen Käufer suchen. Doch daraus wurde lange Zeit nichts. Die „Vagel Grip“ rostete am Fähranleger vor sich hin.

Bereits 2010 war der 1943 gebaute Kriegsfischkutter ein erstes Mal gekentert. Durch Schäden an der Außenwand ging die „Vagel Grip“ im Alten Strom von Warnemünde unter, wo sie seit 2006 als Übernachtungsschiff gelegen hatte.

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