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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 00:59 Uhr

Platznot : US-Sportarten suchen neue Heimat

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vereine Griffins, Bucaneros und RoLax verzeichnen rasantes Wachstum und wollen ein eigenes Zentrum in Rostock etablieren

von
erstellt am 06.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„An unseren derzeitigen Standorten sind wir überall nur als Gäste geduldet, da können wir uns nicht verwirklichen“, sagt Jens Putzier, Vereinschef der Rostock Griffins. Er spricht neben den Football- auch für die Baseball- und Lacrosse-Spieler in der Hansestadt. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Zusammen bringen sie es mittlerweile auf rund 250 Mitglieder – und die streben jetzt nach einem eigenen Zentrum für amerikanische Sportarten in Rostock.

Unterstützt werden sie dabei von der FDP, die einen Prüfauftrag in die Bürgerschaft eingebracht hat. Demnach soll die Verwaltung bis zur Septembersitzung aufzeigen, wo ein solches Zentrum entstehen könnte. „Die drei Sportarten gehen von Synergieeffekten aus und wir wollen ihre Weiterentwicklung auf den Weg bringen“, sagt Rolando Schadowski (FDP). Der Schul- und Sportausschuss hat dem Antrag bereits zugestimmt, die Bürgerschaft will auf ihrer Sitzung im Mai darüber beraten.

Dass das Zentrum nötig ist, steht für Putzier außer Frage: „Wir stoßen an die Grenzen unserer Organisationsfähigkeit.“ Das betreffe sowohl den Trainings- als auch den Spielbetrieb. In Warnemünde etwa, wo die Teams der Griffins seit dem 1. März üben, bleibt für die zweite Mannschaft nur die Zeit zwischen 20.30 und 22 Uhr zum Trainieren. „Es geht einfach nicht anders“, so Putzier. Ihre großen Tore können die Footballer zudem nur zu den Spielen aufbauen – unter der Woche Field Goals zu üben, ist so nicht möglich. Auch die Sportler der Bucaneros und vom Verein RoLax – Rostock Lacrosse hoffen durch ein neues Zentrum auf bessere Bedingungen.

„Mir schweben übereinander liegende Spielfelder vor“, sagt Putzier. Rostock habe die Chance, eine Vorreiterrolle in Deutschland einzunehmen. „Unsere Sportarten sind auf dem Sprung, olympisch zu werden“, sagt Putzier. Sollte das gelingen, gebe es auch bessere Fördermöglichkeiten und mehr Aufmerksamkeit. Zudem seien die deutschen Nationalmannschaften ständig auf der Suche nach geeigneten Orten für Trainingslager. Die zu finden, sei relativ schwierig – so gebe es beispielsweise nur ein einziges Baseballzentrum in ganz Deutschland. Und auch Lacrosse stecke noch in den Kinderschuhen, so Putzier. Die Rostocker mussten sich daher sogar mit den Lübeckern zu einem Team zusammenschließen.

Sollte der Prüfauftrag durchgehen, will die Verwaltung zunächst den realen Platzbedarf ermitteln. Noch sei nicht klar, inwieweit die Felder der Sportarten miteinander kombinierbar wären. Hinzu kämen Anforderungen wie Park- und Zuschauerplätze. „Das wird wahrscheinlich mein Rentenprojekt“, sagt Putzier.

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