Urteil gegen "Big Boss" bestätigt

svz.de von
30. Januar 2013, 06:27 Uhr

Rostock | Der Bundesgerichtshof hat die Urteile der 3. Großen Strafkammer des Landgerichtes Rostock gegen die Vietnamesen Le Coung H. (50) und Ngoc Tuan N. bestätigt. Sie waren wegen des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln beziehungsweise Beihilfe für schuldig befunden worden. Le Coung H., genannt "Big Boss", wurde zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt, Ngoc Tuan N. erhielt eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Zu der hohen Strafe für Le Coung H. kommt der Einzug des Drogengewinns von rund 400 000 Euro, der ebenfalls vom BGH bestätigt wurde.

Die beiden Vietnamesen mieteten ab Mitte 2009 zwei Einfamilienhäuser im Landkreis Rostock an, die sie für den Anbau von Cannabisplantagen umbauten. Sie bildeten illegal in Deutschland lebende Landsleute zu Gärtnern aus, die in den Häusern unter schlimmen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Insgesamt wurden 120 Kilo Marihuana hergestellt. Die Spur führte durch ganz Deutschland, nach Holland und Tschechien. Die Angeklagten legten kein Geständnis ab. Ihre Landsleute sagten gegen sie aus.

Le Cuong H. lebte sei 1993 unter falschem Namen in Deutschland, heiratete eine Rostockerin und verdiente mit dem Aufkauf von alten Lastern und dem Weitertransport nach Vietnam ein Vermögen. Ngoc Tuan N. Computer-Schneid-Service als Maschinenführer. Er zog seinen Revisionsantrag noch vor der Entscheidung des BGH zurück. Beide Urteile sind jetzt rechtskräftig.

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