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Umleitungsstrecke A 20 Tribsees : Unzählige Autos mehr am Tag: Sanitzer stöhnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Umleitung aufgrund A 20-Sperrung bei Triebsees führt durch Gemeinde. Deutlich mehr Lkw rollen durch Ort

Die Vollsperrung der A 20 in Richtung Lübeck aufgund des Brückenschadens bei Tribsees bekommen die Sanitzer voll zu spüren. Seit Anfang der Woche rollen täglich unzählige Autos und Lkw mehr durch den Ort. Denn die Umleitung über die L 19 bis zur Autobahnauffahrt Sanitz führt über die Sülzer Straße durch den Kreisverkehr und die Tessiner Straße auch durch Sanitz und einige Gemeindeorte. „Gerade nachts nervt es wegen der Lkw. Aber wo sollen sie auch hin?“, sagt Martin Heckel. Der 26-Jährige ist selbst Lkw-Fahrer, kennt also die Probleme der Berufskraftfahrer, gerade für große Schwerlasttransporter, die den Kreisel nicht passieren können.

Bis Ende 2019 soll die A 20-Sperrung noch andauern – und damit auch die Umleitung durch die Gemeinde. „Wenn das wirklich noch zwei Jahre so weitergehen soll, wird es richtig schlimm“, findet der Reppeliner. Denn wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, sei es für ihn schwierig als Linksabbieger auf sein Gehöft zu kommen. „Da steht man ewig“, klagt der 26-Jährige. Auch die Anwohner und Gewerbetreibenden in der Rostocker Straße nahe des Kreisverkehrs bekommen die Auswirkungen direkt zu spüren. „Ab 3, 4 Uhr rauscht hier einiges durch“, erzählt Beate Burmeister, die seit zehn Jahren in der Rostocker Straße wohnt. „Wir haben noch Glück, weil fast alle Räume nach hinten raus sind, da können wir die Fenster zu machen“, sagt sie. Wenn sie und ihr Mann mit dem Auto unterwegs sind, nutzen sie jetzt aber lieber gleich die Schleichwege über die Dörfer, weil „die B 105 ist ja auch gesperrt“, so die Sanitzerin.

 

Die anderen Baustellen in der Region geben auch Anette Höhn zu denken. Seit 20 Jahren führt sie die Pension Anni in der Rostocker Straße 13 mit 19 Zimmern und 3 Ferienwohnungen. „Die B 110 und die Straße Richtung Autobahn sollen ja auch noch gemacht werden. Vielleicht sollte man dann darüber nachdenken, diese Maßnahmen zu verschieben.“ Und auch der erhöhte Verkehrslärm durch die Lkw sei ein Problem für ihre Pension, sagt die 47-Jährige: „Gäste haben schon öfters gesagt, dass es sehr laut ist und nach einem Zimmer zum Hof gefragt.“

Zudem stellen die Autos und Lkw, die jetzt zusätzlich über die Straßen rollen, ein erhöhtes Risiko für Fußgänger dar. „In einigen kleinen Dörfern wie Wendfeld gibt es teilweise keine Bürgersteige“, weiß die Pensions-Inhaberin. „Vor allem für Schulkinder kann das gefährlich werden – gerade in der dunklen Jahreszeit“, gibt die Sanitzerin zu bedenken.

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