Soziales : Unterstützung für Schwangere

Mit der  unterschriebenen Kooperationsvereinbarung: Christiane Sparr, Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“
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Mit der unterschriebenen Kooperationsvereinbarung: Christiane Sparr, Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“

Jobcenter, Amt für Jugend und Soziales und Stiftung „Hilfe für Frauen und Familien“ haben eine bundesweit einmalige Kooperation unterzeichnet.

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11. Juli 2014, 15:00 Uhr

„Die Kommunikationswege für Schwangere in Not sollen vereinfacht werden“, sagt Christiane Sparr, Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stiftung gestern mit dem Hanse-Jobcenter und dem Amt für Jugend und Soziales eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Ziel der bisher einmaligen Vereinbarung ist es, Schwangere, junge Familien und Frauen mit kleinen Kindern individuell zu beraten und ihnen schnell und unbürokratisch zu helfen. Eine bessere Zusammenarbeit mit den vier Rostocker Schwangerschaftsberatungsstellen soll damit einhergehen.

„Mit der Kooperation wollen wir Doppel- und fehlende Beratung vermeiden“, sagt Robert Pfeiffer, kommissarischer Leiter des Amts für Jugend und Soziales. „Es gab Fälle, in denen Betroffene nicht ausreichend informiert wurden“, fügt Frank Junghans, Geschäftsführer des Hanse-Jobcenters hinzu. Daher sei eine verbindlich-formale Vereinbarung – vorerst für fünf Jahre – notwendig.

Geplant sind gemeinsame Informationsveranstaltungen mit Antragstellern, bei denen Schwangere Fragen stellen dürfen. Außerdem soll werdenden Müttern die Sorge genommen gewerden: „Es gibt genügend Hilfen – auch in Sondersituationen“, sagt Junghans.

Die kommunalen Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt – etwa die erste Schwangerschaftskleidung für die Frau, die Einrichtung eines Kinderzimmers, die ersten Kinderkleider oder der Stillbedarf – werden bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen auf Antrag gewährt. Antragsberechtigt sind auch Personen, die zwar ihren Lebensunterhalt decken, aber die durch die Geburt entstehenden Zusatzkosten nicht zahlen können. Das gilt auch für Auszubildende und Studentinnen.

Außerdem erhalten Alleinerziehende und werdende Mütter unter dem Vorbehalt der Hilfebedürftigkeit ab der 13. Schwangerschaftswoche einen Mehrbedarf zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. Diese Leistung kann im Jobcenter beantragt werden. In diesem Jahr werde die Kommune laut Junghans in den Mehrbedarf für die Schwangerschaft etwa 300 000 Euro investieren. 2013 wurden 288 000 Euro ausgegeben.

Weitere Informationen unter: www.familien-wegweiser.de, www.familienplanung.de, www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de

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