Unternehmen stellen sich vor

Die Nähmaschine als wichtigstes Werkzeug: Eleonora Knoop und Lisa Dowe (v. l.) informieren sich bei Sabine Wöhlert über die Ausbildungsmöglichkeiten im Schneiderhandwerk. joro
Die Nähmaschine als wichtigstes Werkzeug: Eleonora Knoop und Lisa Dowe (v. l.) informieren sich bei Sabine Wöhlert über die Ausbildungsmöglichkeiten im Schneiderhandwerk. joro

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12. September 2012, 07:54 Uhr

Schmarl | Eleonora Knoop ist sich sicher: Nach ihrem Abitur möchte sie ins Ausland, ein Jahr durch Australien reisen und nebenbei ein bisschen arbeiten. "Danach möchte ich auf jeden Fall studieren. Ich will Lehrerin für Sport und Geschichte werden", so die 16-Jährige. Bei der gestrigen Jobfactory in der Hanse Messe konnte sich Eleonora nicht nur über "Work and Travel"-Angebote, sondern auch über Studienmöglichkeiten informieren.

180 Austeller haben auf der 15. Jobfactory mehr als 600 Ausbildungsberufe und Studiengänge vorgestellt. Besonders stark vertreten waren dieses Mal Unternehmen der Einzelhandels- und Handwerksbranche. "Das Interesse ist groß", so Sabine Wöhlert von der Schneiderinnung. "Die Schüler stellen gute Fragen, sind sehr interessiert und motiviert. Der Schneiderberuf ist derzeit sehr gefragt. Wir können den Bedarf mit den vorhandenen Ausbildungsplätzen nicht decken", sagt Wöhlert.

Für die Modebranche begeistert sich auch Lisa Dowe. Die 15-Jährige ist sich noch nicht ganz im Klaren über ihre Berufswünsche. "Ich nutze die Chance, um mich zu informieren. Die Ausbilder und Betriebe sind gut auf uns Schüler vorbereitet und nehmen sich Zeit, um Fragen zu beantworten", findet sie. Auch der Rostocker Schornsteinfeger Enrico Gräff hatte ein offenes Ohr für potenzielle Bewerber. In traditioneller Kluft berichtete er von der Vielfältigkeit seines Handwerks. "Viele wissen gar nicht mehr, was hinter dem Beruf steckt und wie unsere Tätigkeitsfelder aussehen. Um das zu erklären, sind wir heute da. Es waren schon einige an unserem Stand, die sich bewerben wollen." Doch nicht jeder könne Schornsteinfeger werden: "Interesse für den Beruf ist das Wichtigste. Der Einstieg gelingt am besten mit einem Praktikum", betont Gräff.

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