Nachwuchs im Rostocker Zoo : Unser süßer Eisbär

Putzig und süß ist das Eisbärenbaby des Rostocker Zoos .
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Putzig und süß ist das Eisbärenbaby des Rostocker Zoos .

Taufe im Rostocker Zoo am 31. März.

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08. März 2015, 20:30 Uhr

Antje Zimmermann kommt aus dem Schwärmen über den kleinen Eisbären nicht heraus. „Er hat sich prächtig entwickelt“, sagt die Kuratorin des Rostocker Zoos. Bei seiner Geburt wog der Halbbruder des berühmten Berliner Eisbären Knut gerade einmal 600 Gramm und war so groß wie ein Meerschweinchen. Noch ist der Blick auf das inzwischen rund zwölf Kilo schwere weiße Wollknäuel nur einigen Zoomitarbeitern möglich, doch in wenigen Wochen soll es so weit sein: Die Taufe ist für den 31. März geplant.

Voraussichtlich schon eine Woche vorher kann der Nachwuchs zumindest zeitweise auf der Mutter-Kind-Anlage beobachtet werden, wenn zu Übungszwecken die Wurfhöhle nach außen geöffnet wird. Der heute drei Monate alte Eisbärensprössling, an dessen Namensfindung sich bislang mehr als 2000 kreative Tierliebhaber beteiligt haben, kullert und purzelt durch die Box, berichtet Zimmermann begeistert. Er klettert auf seiner Mama herum und hält sie ständig auf Trab.„Mamasein ist für Vilma nicht einfach“, sagt die Kuratorin. Seit gut zwei Wochen kann der Kleine gut laufen und beißt seiner Mama auch schon einmal frech in die große Tatze.

Der Mensch hat eine besondere Bindung zu Bärenbabys, sagt Zoo-Direktor Udo Nagel. Der große Kopf, die tapsige Art, die großen Kulleraugen: „Es handelt sich um das berühmte Kindchen-Schema“, sagt er. Diese äußeren Merkmale der Kuschelbären verleiten zu viel herzerwärmender Sympathie, sagt Nagel.

Auf die Geburt des Eisbären folgte ein internationales Echo. Grund dafür ist neben dem Faktor „süüüüß“ auch die geringe Zahl von Geburten in Gefangenschaft. So gebe es in Europa pro Jahr nur fünf bis sechs Jungtiere. 2013 seien weltweit gerade einmal 18 Eisbärenkinder in Zoos geboren worden. Die Rostocker sind sich bewusst, dass sie mit dem Kleinen einen besonderen Schatz haben. „Ich gehe davon aus, dass sich das auch positiv auf den Tourismus und die Übernachtungszahlen in Rostock auswirken wird“, sagt Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt. Die Zoobesucher werden sich lange an dem Bär erfreuen können. Erst in ungefähr zweieinhalb Jahren werden Mutter und Kind getrennte Wege gehen müssen. So lange kann Vilma ihr Kleines liebevoll großziehen. Am Tag nach der Taufe wird Vater Lars den Rostocker Zoo in Richtung des dänischen Aalborg verlassen.

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