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22. November 2017 | 19:44 Uhr

Unis buhlen um Studenten

vom

svz.de von
erstellt am 05.Mär.2012 | 10:26 Uhr

Rostock | Nicht erst seitdem der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, mit seinem Slogan „Berlin ist arm, aber sexy“ der Bundeshauptstadt das Stigma der jungen, verrückten Stadt aufgedrückt hat, ist Berlin ein beliebtes Studienziel der Rostocker Jugend. Es locken vor allem das Nachtleben, die Größe und nicht zuletzt das Image der Stadt, besonders hip zu sein. Doch viele Berliner kommen auch zum Studieren nach Rostock, denn die Hansestadt kann mit einer Reihe von Vorteilen überzeugen.

4,3 Prozent der Studenten an der Uni Rostock haben ihr Abitur in Berlin abgelegt. Damit ist die Bundeshauptstadt mit ihren 3,8 Millionen Einwohnern stärker an der hiesigen Hochschule vertreten als jedes andere westdeutsche Bundesland. Und der Trend scheint weiter nach oben zu gehen. Heute kommen 655 Studenten aus Berlin, 2008 waren es nur 478. So spielt Berlin bei der Studentenwerbung für die Uni Rostock eine besondere Rolle. Verstärkt wird versucht, Hochschüler aus der Hauptstadt zu gewinnen, so der Sprecher der Uni Rostock, Dr. Ulrich Vetter. Mehrere große Werbeaktionen wurden gezielt für Berlin gestartet und haben ein großes Echo hervorgerufen. Das Landesmarketing von Mecklenburg-Vorpommern hat zudem die Initiative „Studieren mit Meerwert“ ins Leben gerufen, die Studieninteressierte ins Land locken soll. Dass das Land keine Studiengebühren erhebt, ist für Studenten aus Westdeutschland besonders reizvoll und macht für sie Rostock attraktiver.

Doch noch etwas macht die Hansestadt für Hauptstädtler interessant: „Die Nähe zum Meer spielt bei vielen Studienanfängern eine große Rolle“, sagt Vetter. Darüber hinaus können die gute Infrastruktur und Ausrüstung der Uni ebenso wie die gute Betreuung durch die Lehrenden überzeugen.

Gemäß einer jährlichen Umfrage sei auch der gute Ruf der Uni Rostock ein wichtiges Entscheidungskriterium. Zusätzlich sind die wissenschaftlichen Profillinien, besonders die hervorgehobene Interdisziplinarität, welche die jüngste der insgesamt elf Fakultäten thematisch zusammenführen soll, ein großer Trumpf der Uni.

Die Online-Umfrage des Programmes „Studieren in Fernost“, das bundesweit ostdeutsche Unis bewirbt, bestätigt der hiesigen Hochschule ihre große Popularität: Zusammen mit der Uni Leipzig erreicht die Uni Rostock unter den Befragten stets die Bestnoten. Wer als zugezogener Berliner trotzdem einmal Heimweh bekommt und das Nachtleben vermisst, hat es auch nicht weit nach Hause: Auch das ist ein Pluspunkt aus Sicht vieler Neu-Rostocker, die zum Studieren herkommen.

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