Aktionstag : Unimedizin ruft zur Handhygiene auf

Wie wichtig Handhygiene nicht nur in der Herzchirurgie ist, wissen die Krankenpflege-Schwestern Juliane, Susann und Janine (v. l.).
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Wie wichtig Handhygiene nicht nur in der Herzchirurgie ist, wissen die Krankenpflege-Schwestern Juliane, Susann und Janine (v. l.).

Institut stärkt Bewusstsein bei Klinik-Mitarbeitern, Patienten und Besuchern

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18. November 2015, 08:00 Uhr

Türklinken, Telefone, Tastaturen – besonders Gegenstände, die von vielen verschiedenen Personen genutzt werden, sind prädestiniert für die Übertragung von Krankheitserregern. „Eine ordentliche Portion Desinfektionsmittel auf die Hände geben und dann verreiben. 30 Sekunden lang. Erst dann sind alle Bakterien, Viren und Keime abgetötet“, erinnert Hygienefachkraft Angela Stassewski Mitarbeiter, Patienten und Besucher gestern beim Aktionstag zur Handhygiene in der Rostocker Uniklinik.

An vier Stationen der Unimedizin haben sie und ihr Team vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene (IMIKRO) mithilfe von Informationsmaterial und UV-Lampen auf besondere Gefahrenquellen beim Umgang mit Patienten und miteinander aufmerksam gemacht. „Das Licht zeigt, an welche Stellen nicht genügend Desinfektionsmittel gelangt ist“, sagt Stassewski. Die dunklen Stellen zeigen übriggebliebene, potentiell gefährliche Keime.

Während der Aktion in der Klinik gehen operationstechnische Assistenten zeitgleich in die ausbildenden Schulen, an denen Pflegeberufe erlernt werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren immer wieder aufzufrischen. „So sollten Ärzte und Pflegepersonal auch Eheringe und Armbanduhren bei der Arbeit ablegen, denn gerade dort lauern Bakterien“, so Stassewski. Solche Aktionstage werden von Klinik und Hygiene-Team regelmäßig organisiert. Vor allem die Handhygiene sei das A und O in medizinischen Berufen, sagt die Hygiene-Expertin.

Im Alltag und zu Hause sei eine solche penible Verwendung von Desinfektionsmittel allerdings nicht nötig. „Aber im Umfeld von immungeschwächten Personen – wie in Krankenhäusern – ist die Einhaltung der Hygienestandards unabdingbar“, so Stassewski.

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