Rostock : Uniklinik will weiter expandieren

Für das Sondergebiet südlich der Ernst-Heydemann-Straße soll die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen. Die Unimedizin plant unter anderem ein neue Schule und ein Parkhaus.  Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Für das Sondergebiet südlich der Ernst-Heydemann-Straße soll die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen. Die Unimedizin plant unter anderem ein neue Schule und ein Parkhaus. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Stadt soll B-Plan für Sondergebiet Ernst-Heydemann-Straße aufstellen. Schule, Parkhaus und Forschungseinrichtungen vorgesehen

svz.de von
23. Juni 2016, 12:00 Uhr

Das Universitätsklinikum rund um den Campus Schillingallee ist in den letzten Jahren immer mehr gewachsen und wird es – laut Plänen der Uni – noch weiter. Deshalb soll die Stadt für das 9,71 Hektar große Gebiet zwischen Ernst-Heydemann-Straße, Parkstraße, Schillingallee bis hin zum Barnstorfer Wald jetzt einen Bebauungsplan aufstellen. „Der Flächennutzungsplan für das Sondergebiet steht bereits seit 2006. Seitdem ist das Areal für Einrichtungen der Wissenschaft und Technik vorgesehen“, sagt Thorsten Hortig-Delaunay vom Stadtplanungsamt.

Die Universitätsmedizin habe sich damit vorausschauend Flächen gesichert, um gegenüber der Kinderklinik weiter expandieren zu können. „Bisher sind die Planungen noch ziemlich vage, aber wir stehen in enger Absprache mit dem Betrieb für Bau und Liegenschaften MV, der für die Entwicklung der Unimedizin zuständig ist“, sagt der Stadtplaner.

Der Beschlussvorlage zu entnehmen ist aber bereits, dass nicht nur Forschungsgebäude entstehen sollen, sondern auch der Betriebskindergarten Gewächshaus erweitert und Baurecht für eine einzügige Grundschule, getragen vom Institut Lernen und Leben, geschaffen werden soll. Auch sei die Rede von der Entstehung eines neuen Parkhauses, das bei einer zusätzlichen Bebauung gebraucht werden wird, so Hortig-Delaunay.

Dem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans hat der ansässige Ortsbeirat zugestimmt, nicht einstimmig und unter Vorbehalt einer Änderung: „Wenn auch auf der anderen Seite der Heydemannstraße ein derartig bebautes Gebiet entstehen soll, dann muss unbedingt auch über die Verkehrsplanung nachgedacht werden“, sagt Karsten Cornelius (SPD), Vorsitzender des Gremiums. Der Beirat hat einen Änderungsantrag eingereicht, der nicht nur den fließenden, sondern auch den ruhenden Verkehr, also die Einrichtung von Stellflächen, einbeziehen soll. „Außerdem setzen wir uns dafür ein, das Grün der Barnstorfer Anlagen möglichst unangetastet zu lassen“, unterstreicht Cornelius.

Es werde im Zuge der Baumaßnahmen sicherlich zu Abholzungen kommen, die gemäß der Baumschutzsatzung aber ausgeglichen werden, so Stadtplaner Hortig-Delaunay. Die Entscheidung über die Aufstellung des B-Plans trifft die Bürgerschaft in ihrer Julisitzung. Den Entwurf könne man dann vermutlich in 2017 erwarten, so Hortig-Delaunay.

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