Millionen-Projekt : Uniklinik legt Grundstein für ZMF-Bau

Grundsteinlegung auf dem Gelände der Uniklinik: Architekt Prof. Hans Peter Haid und Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck werfen einen Blick auf die Entwürfe des ZMF-Gebäudes (Zentrale Medizinische Funktionen), dem neuen Herzstück des Campus Schillingallee.  Fotos: Georg Scharnweber
Grundsteinlegung auf dem Gelände der Uniklinik: Architekt Prof. Hans Peter Haid und Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck werfen einen Blick auf die Entwürfe des ZMF-Gebäudes (Zentrale Medizinische Funktionen), dem neuen Herzstück des Campus Schillingallee. Fotos: Georg Scharnweber

Startschuss für modernstes Medizinzentrum MVs ist gefallen.

svz.de von
15. Juni 2016, 21:00 Uhr

Nach Verzögerungen durch Bauplanänderungen und damit einhergehenden Kostensteigerungen ist gestern der Grundstein für das Gebäude der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) auf dem Campus Schillingallee der Rostocker Universitätsmedizin gelegt worden. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheitswirtschaft in unserem Land zu stärken“, sagt Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD).

Die ZMF gelten als derzeit größte Baustelle in MV und mit 143 Millionen Euro auch als eines der teuersten Projekte. „Durch die Verbindung der bestehenden Gebäude werden wir eine Ponte Vecchio schlagen, eine Brücke, die von Palast zu Palast führt“, schwärmt Uni-Rektor und studierter Chirurg Prof. Wolfgang Schareck. Aber: „Es geht nicht darum, einen Prestigebau zu schaffen, sondern die optimale Versorgung für unsere Patienten“, sagt Christian Schmidt, ärztlicher Direktor der Klinik. „Und auch bessere Bedingungen für die Mitarbeiter“, unterstreicht Schareck, denn die ZMF werden auch die modernste medizinische Einheit im Land sein. Künftig können beispielsweise Patienten mit einem Hirninfarkt direkt auf dem Campus behandelt werden, anstatt sie wie bisher nach Gehlsdorf bringen zu müssen. Neben Notaufnahme, Intensivstation, Tagesklinik und Laboren wird auch ein Hubschrauberlandeplatz direkt auf dem Gebäude Platz finden.

Nachdem seit Ende 2015 die Baugrube mit 130 Metern Länge, 60 Metern Breite und 8 Metern Tiefe ausgehoben wurde, ist mit der Grundsteinlegung der Startschuss für den Rohbau gefallen. „Als Nächstes wird jetzt die Bodenplatte gegossen die Geothermieanlage eingefasst“, sagt Uwe Sander, Projektleiter des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL). Richtfest sei für 2017, Bauende und Inbetriebnahme damit für 2019 anvisiert.

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