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Park-Debatte im Hansaviertel : Uniklinik-Anlieger fordern Parkrecht ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ortsbeirat des Hansaviertels will Bewohner bevorzugen. Die Stadt rät davon ab.

Spätestens seit das Universitätsklinikum im Hansaviertel immer weiter wächst, wird auch der Parkdruck auf die Anlieger höher. Deshalb wollen diese in den Straßen rund um die Klinik das Bewohnerparken durchbringen. „Besonders zu Schichtwechseln herrscht ein hoher Suchverkehr durch die Mitarbeiter des Klinikums“, sagt Karsten Cornelius (SPD), Ortsbeiratsvorsitzender im Hansaviertel. In den vergangenen zehn Jahren seien rund um das Klinikum 148 Stellplätze weggefallen – wegen des Eigenbedarfs und der Rekonstruktion der Straßen.

Um eine Rückmeldung der Anwohner zum Thema zu bekommen, hatten die Ortsbeiratsmitglieder Handzettel an mehr als 1000 Haushalte verteilt und zu einer Befragung im Internet aufgerufen. „Das Feedback war ausgesprochen positiv“, sagt Beiratsmitglied Sophia Patejdl. „Viele haben lange E-Mails mit konkreten Hinweisen zu Problempunkten abgegeben“, so Patejdl. Das betroffene Gebiet hat das Gremium begrenzt durch die Dethardingstraße, die Schillingallee, das Thünenviertel mit Thünen-, Rembrandt- und Ernst-Heydemannstraße als Außenbegrenzung sowie die Strempel-, Wigger- und Dornblüthstraße. Es sei potenziell erweiterbar.

Die Stadtverwaltung aber warnt: „Bewohnerparken ist kein Allheilmittel“, sagt Tief- und Hafenbauamtsleiter Heiko Tiburtius. Es könne sogar zu einer Verschlechterung der Situation führen, denn der Berechtigungsausweis garantiere noch keinen sicheren Stellplatz. Außerdem würden die, die keine Parkerlaubnis haben, dann auf die umliegenden Gebiete ausweichen. „Das Parkhaus hat die Situation dort schon wesentlich entspannt“, sagt Tiburtius. Um den realen Bedarf zu ermitteln, müsse das Gebiet erst einmal bezüglich der vorhandenen Stellplätze und der zugelassenen Pkw untersucht werden. „Man sollte auch ganz konkret abwägen, zu welchen Zeiten das Bewohnerparken gelten sollte. Ob abends oder am Wochenende ein anderer Bedarf herrscht“, sagt Ortsbeiratsmitglied Eik Deistung.

Um zu prüfen, ob in dem Gebiet das Bewohnerparken durchgesetzt werden kann, muss die Stadt eine entsprechende Parkraumanalyse vornehmen.

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