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Für den guten Zweck : Unicef-Gruppe sucht Unterstützer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mehr als Grußkarten-Verkauf: Für die ehrenamtliche Arbeit und Projekte fehlt es in der Ortsgruppe an helfenden Händen.

von
erstellt am 12.Mai.2015 | 16:00 Uhr

Sich ehrenamtlich zu engagieren, ist für Mathias Jung selbstverständlich. „In den Nachrichten erfährt man so viel von der Not der Menschen – und immer sind es die Kinder, die am meisten leiden“, sagt der 27-Jährige. Darum unterstützt er Unicef, ist in der Rostocker Ortsgruppe der weltweit agierenden Organisation aktiv. „Ich finde es wichtig, dass sich Unicef auf die Entwicklungsländer konzentriert, denn die Menschen dort sind die Ärmsten der Armen.“

Was Mathias Jung darum nicht verstehen kann, ist, dass Unicef in Rostock noch immer um die Existenz der Ortsgruppe fürchten muss. „Wir finden einfach keine Mitstreiter, die sich langfristig einbringen wollen“, sagt Ingrid Model. Den älteren Interessenten sei die Arbeit oft zu anspruchsvoll – auch weil mehr helfende Hände fehlen. Den Jüngeren fehle entweder die Zeit oder sie bleiben nicht dauerhaft in Rostock. Wie auch Mathias Jung. Auf absehbare Zeit wird er umziehen müssen, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler. Gerade hat er sein Studium abgeschlossen, befindet sich nun auf der Jobsuche. In Rostock sieht er dafür wenig Chancen, weshalb wohl auch der 27-Jährige die Unicef-Gruppe bald wird verlassen müssen. Dabei hätte er große Lust, weitere Projekte auf die Beine zu stellen. Gerade erst gab es eine Aktion in Sachen Kinderrechte. Rostocker Knirpse konnten sich in der Stadt umsehen und erklären, was ihrer Meinung nach bereits gut läuft und was weniger. Dann gab es eine Auswertung mit Vertretern der Stadtverwaltung. Erste Mängel sind bereits behoben worden. Ein befriedigendes Gefühl, wie Mathias Jung findet.

„Unicef ist viel mehr als Grußkarten verkaufen“, betont Ingrid Model. Im Prinzip können sich Interessenten mit all ihren Ideen einbringen. Spendenläufe, Informationsstände, Ausstellungen, Vorträge in Schulen oder sei es die Arbeit im Büro – jeder kann sich einbringen, wie es seine Zeit und seine Möglichkeiten zulassen.

Ingrid Model und Mathias Jung hoffen, dass es mit Unicef in Rostock weitergeht. Wenn alle Stränge reißen, hat sich die Gruppe eine Variante überlegt, bei der wenigstens die Spendenbüchsen und der Stand auf dem Weihnachtsmarkt erhalten bleiben können. „Aber eigentlich würden wir lieber größere Aktionen planen“, sagt Mathias Jung. Und dazu braucht Unicef in Rostock Mitstreiter. 

 

Kontakt: Wolfram Pfeiffer, Telefon 030/26 55 60 20, E-Mail wolfram.pfeiffer@unicef.de

 

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