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24. November 2017 | 08:40 Uhr

Uni verlängert Wissensnacht

vom

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2012 | 11:37 Uhr

Südstadt | Die Lange Nacht der Wissenschaften wird dieses Jahr am 26. April unter dem Motto "Mitwisser gesucht" eine ultralange Nacht werden. Das versprach gestern Prof. Dr. Heuer, Leiter der Informatik der Universität Rostock: "Wir werden die Nacht bis in den nächsten Tag verlängern, weil die Besucher sonst vieles einfach nicht schaffen können." Enden wird die Wissenschaftsnacht dieses Jahr erst am 27. April um 17.30 Uhr.

Die diesjährig neunte Auflage wird etwa 150 Events an mehr als 50 Standorten zeigen, zwei Drittel von ihnen werden von der Universität Rostock präsentiert. Im Konrad-Zuse-Haus der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik wird es dieses Jahr ein besonderes Highlight geben. Die erste Rechenmaschine der Welt, die Z3, wird von Prof. Dr. Horst Zuse, dem Sohn des Erfinders Konrad Zuse, vorgestellt. Darauf freut sich auch der Rektor der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Schareck: "Heutige Computer leisten ein Milliardenfaches im Vergleich zu den ersten Rechnern. Man kann sich kaum vorstellen, dass alles mit der Zuse Z3 angefangen hat." Schareck erklärte außerdem, dass die Universität sehr stolz darauf sei, die Rechenmaschine ausstellen zu dürfen.

Die Mitarbeiter des Konrad-Zuse-Hauses arbeiten schon jetzt an spannenden Versuchen zur interaktiven Kommunikation. "In Zukunft werden wir alltägliche Dinge, wie das Licht an- und auszuschalten, ganz natürlich mit Sensoren und Sprache steuern können", erklärt der Informatiker Dr. Sebastian Bader. Er hat zusammen mit seinem Kollegen Albert Hein einen Anzug mit montierten Sensoren entwickelt. "Wer in diesen Anzug schlüpft, kann mit seiner Umwelt digital in Verbindung treten und so zum Beispiel Präsentationen oder so gewöhnliche Dinge wie das Schließen von Fenstern steuern", erläutert Hein.

Neben der faszinierenden Informatik kommen natürlich auch die anderen Gebiete nicht zu kurz. Auf sechs Arealen, von Stadtmitte bis zum Stadthafen, wird die Welt der Wissenschaft den Besuchern nähergebracht.

Interessant dürften auch die Rundgänge durch verschiedene Gebäude der Universität sein. Rektor Schareck verweist besonders auf eine Führung durch das Hauptgebäude: "Leider werden die Bauarbeiten nicht, wie geplant, zur Jahresmitte beendet sein, aber einen Rundgang wird es trotzdem geben." Wieder stellen sich auch Publikumslieblinge wie die Robbenstation oder die Anatomie im Uniklinikum vor. Dr. Robert Uhde von der Agentur für Zeitgeistentwicklung erklärt dazu: "Mit Hilfe des Programmheftes können die Besucher ihre persönliche Tour zusammenstellen, was bei den vielen Projekten gar nicht so einfach wird."

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