Rostock : Uni Rostock steht klar zur Windkraft

Die Vereinbarung haben Karsten Seul (W2E), Bildungsminister Mathias Brodkorb, Dr. János Zierath (W2E), Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck, Uni-Prof. Christoph Woernle, Tilman Schubert (Eunion) und Energieminister Christian Pegel (v. l.) unterzeichnet.
Die Vereinbarung haben Karsten Seul (W2E), Bildungsminister Mathias Brodkorb, Dr. János Zierath (W2E), Uni-Rektor Prof. Wolfgang Schareck, Uni-Prof. Christoph Woernle, Tilman Schubert (Eunion) und Energieminister Christian Pegel (v. l.) unterzeichnet.

Kooperationsvereinbarung mit Wirtschaftspartnern. Politisches Statement für regenerative Energien

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10. August 2016, 05:00 Uhr

Die Universität Rostock steht zur Windenergie. Um Rostock als Windenergiestandort zu stärken und ihre Studenten praktisch in dem Bereich zu fördern, haben Rektor Prof. Wolfgang Schareck und Prof. Christoph Woernle vom Lehrstuhl für Technische Dynamik gestern eine Kooperationsvereinbarung mit der Wind to Energy GmbH (W2E) und deren Schwesterunternehmen, der Eunion Energie & Umwelt GmbH, unterschrieben. Rückenwind gab es von Energieminister Christian Pegel (SPD) und Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD).

„Ich verstehe die Atmosphäre im Moment politisch nicht, dass man mit der Verstellung des freien Horizontes argumentiert“, sagte Schareck – beim Anblick von Schiffen auf der Ostsee beschwere sich ja auch kein Urlauber über die Schadstoffe, aber Windkrafträder seien ein Problem? 60 Prozent des erzeugten und 100 Prozent des verbrauchten Stroms stammen in MV aus regenerativen Energien, ein Großteil aus Windkraft, so der Energieminister. „Ich glaube, dass wir für das Land eine neue industriepolitische Basis legen“, sagte er. Der Markt werde sich nicht mehr so zufällig wie bisher speisen lassen können. Spezialisierte Fachkräfte müssten her. Dafür sei die Kooperation eine Basis. Die W2E aus Rostock entwickelt seit 13 Jahren Windenergieanlagen und vertreibt sie international in Lizenzen. Die Eunion stellt die Anlagen der W2E her und betreibt sie. W2E und die Universität arbeiten seit 2012 zusammen. In einem Projekt mit der Maschinenbaufakultät wurde eine der modernsten Windenergieanlagen mit einer mittelschnelllaufenden Generator-Getriebe-Einheit entwickelt, die hohe künftige Netzanforderungen erfüllt. Es seien Fragen um Lebensdauer der Windräder, Schwingungen, die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, die sie beschäftigen, sagte Woernle. Mit der Fakultät für Elektrotechnik werden Umrichtertechnologien erforscht. Beide Projekte umfassen drei Millionen Euro. Ein neues zur Netzstabilität ist in der Antragsphase.

„Für uns ist es sehr wertvoll, dass unsere Studenten an Vertreter der Praxis herantreten können“, so Woernle – wie an seinen früheren Studenten und heutigen Mitarbeiter von W2E, Dr. János Zierath. Er ist Privatdozent an der Uni. Bei der Eunion werden Berechnungsmodelle getestet. Mit der Vereinbarung soll die Zusammenarbeit verstetigt werden.

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