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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 12:28 Uhr

Rostock : Uni-Medizin mit Millionengewinn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nur wenige Universitätskliniken in Deutschland schreiben schwarze Zahlen. Die Universitätsmedizin Rostock gehört dazu - schon seit elf Jahren.

Die Universitäts-Medizin Rostock hat das Jahr 2016 mit einem Gewinn von 6,7 Millionen Euro abgeschlossen. Allerdings lag das Ergebnis um rund 1,3 Millionen Euro unter dem des Vorjahres, so der kaufmännische Vorstand der Uni-Medizin, Harald Jeguschke. Der Grund für diese Differenz liege in einem 2015 abgeschlossenen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi, mit dem in den kommenden vier Jahren die Gehälter in der Klinik auf das Niveau des Bundes gehoben werden. Damit könne die Uni-Medizin im Wettbewerb um Fachkräfte künftig besser mithalten.

In der Klinik sind aktuell rund 3950 Menschen beschäftigt, 100 mehr als im Vorjahr. Es war laut Jeguschke bereits das elfte Jahr in Folge, dass ein positives Jahresergebnis erzielt wurde. „Wir stecken den Überschuss in die weitere Verbesserung unserer Krankenversorgung“, sagt der Ärztliche Vorstand, Prof. Christian Schmidt.

Im vergangenen Jahr seien knapp 13 Millionen Euro investiert worden. So wurden alle rund 1100 Betten gegen neue ausgetauscht. In Kürze werde in der Urologie ein neuer Roboter für Schlüsselloch-Operationen in Betrieb genommen. Künftig wolle man den gestiegenen Ansprüchen an eine moderne Medizin mit interdisziplinären Zentren gerecht werden und mehr ambulante Strukturen schaffen. Neue Spezialisten und größere technische Anschaffungen führten zu einem breiteren Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten sowie weiter steigendem Patientenzulauf.

Auch in baulicher Hinsicht stehe die Uni-Medizin gut da, der Bau des neuen Zentralgebäudes liege im Plan, so Jeguschke. Ziel des Neubaus sei es, die Akutversorgung der Patienten durch kurze Wege zu verbessern und die Zahl der Patiententransporte deutlich zu verringern. Das Zentralgebäude soll früheren Angaben zufolge rund 143 Millionen Euro kosten.

Ausgestanden sei inzwischen auch der Streit mit Verdi um die Bezahlung der rund 300 Beschäftigten der Tochtergesellschaft UMR, die als Dienstleister in den Bereichen Reinigung, Logistik und Wachdienst tätig ist. Wie Jeguschke sagt, erhalten die Mitarbeiter künftig deutlich mehr als den Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde.

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