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20. November 2017 | 03:17 Uhr

Uni liegt genau im Zeitplan

vom

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2012 | 08:18 Uhr

Rostock | Bis zum Ende dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude der Uni Rostock abgeschlossen sein. Bisher liegen alle Arbeiten am 14,6-Millionen-Euro-Projekt im Zeitplan, doch weiterhin gibt es viel zu tun an der historischen Bausubstanz: Nachdem kürzlich die Klimaanlage der Aula in den Archivflügel des Dachgeschosses und die historische Treppe im Eingangsbereich eingebaut wurden, sind für die kommenden Monate umfangreiche Restaurationsarbeiten vorgesehen. Die repräsentativen Räume wie beispielsweise das Rektoren- oder Konzilzimmer werden ebenso wie die Aula nach den Vorgaben der Denkmalpflege aufgearbeitet. Doch auch Moderne soll in das sanierte Gebäude mit einziehen. Neueste Technik wird es dann im gesamten Haus geben.

Archivbereich steht vor der Fertigstellung

Die Baupläne für die Umgestaltung des Uni-Hauptgebäudes geben fast alle Details vor. Es ist lediglich unklar, wie der Eingangsbereich im Dezember aussehen wird. Aktuell läuft eine Ausschreibung für den Wettbewerb Kunst am Bau im Vestibül. "Bei uns sind schon einige Bewerbungen eingegangen. Die Ideen reichen von Installationen bis hin zu Plastiken", sagt Martina Bartsch, Dezernentin für Hochschul-Landesbau beim Betrieb für Bau und Liegenschaften MV (BBL). Im März soll auf einer Preisgerichtssitzung geklärt werden, welcher künstlerische Beitrag im Eingangsbereich des historischen Gebäudes umgesetzt wird. Die eingereichten Arbeiten werden am 15. März um 15 Uhr ausgestellt. "Noch ist unklar, wo die Ausstellung eröffnet wird", sagt Uwe Sander, BBL-Geschäftsbereichsleiter Rostock.

Die Bauarbeiter sind zurzeit vor allem im Neuen Museum und im Mittelbau des Gebäudes tätig. Hier sind die Böden noch offen und von den Decken rieselt Putz. Gerade wird alles für die Restauration vorbereitet werden. Auf hohen Leitern sitzen die Bauarbeiter und schließen die Risse in den Decken. An anderen Ecken fehlen nur noch Kleinigkeiten und es lässt sich vermuten, wie es bald aussehen wird. Bartsch sagt: "Der Archivbereich steht bereits vor der Fertigstellung." Im letzten Drittel der Bauzeit geht es auch an Details wie etwa die richtige Lampenauswahl. Auch der Dachstuhl ist mittlerweile geschlossen worden, sodass Schnee und Regen dem Gebäude nichts mehr anhaben können. Die Dachkonstruktion musste erweitert werden, denn einige Balken seien vermodert gewesen. Nun soll über der Aula noch eine Glasplatte eingesetzt werden, damit Tageslicht von der Decke hereinfallen kann. So war die Aula auch ursprünglich gestaltet.

Auch Barrierefreiheit soll in den kommenden Monaten hergestellt werden. Dabei geht es allerdings nicht nur um Fahrstühle und Rampen. Sander sagt: "Taube und Blinde haben besondere Ansprüche, die wir einarbeiten wollen." So wird es in den Sanitäranlagen kontrastreiche Fliesen geben sowie Aufmerksamkeitsstufen in den Treppenhäusern, die die erste und letzte Stufe kennzeichnen. Auch ein akustisches System ist für sehbehinderte Menschen vorgesehen. Im Sommer folgt die Gestaltung des Innenhofs. Hier soll Raum für universitäre Veranstaltungen im Freien geschaffen werden.

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