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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 03:17 Uhr

Rostock : Uni-Klinik meldet Rekordgewinn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

2015 wurden rund acht Millionen Euro erwirtschaftet

Mit großen Unterschieden haben die beiden Universitätskliniken Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock und Greifswald das Jahr 2015 abgeschlossen. Während es der Uni-Medizin Rostock gelang, einen Gewinn von rund acht Millionen Euro zu erwirtschaften, musste Greifswald ein Defizit von 14,3 Millionen Euro verbuchen. Dort werden nun umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen geplant.

In Rostock konnte der Gewinn aus 2014 von vier Millionen Euro im vergangenen Jahr verdoppelt werden. „Wir haben es geschafft, die Prozesse zu straffen und die Sachkosten in den Griff zu bekommen“, so der kaufmännische Vorstand, Harald Jeguschke. Die Zahl der behandelten Patienten sei im Vergleich zum Vorjahr um knapp vier und die der stationären Leistungen um sechs Prozent gesteigert worden.

„Wir haben ein klare Fokussierung auf Themen und Ziele, die dann mit den Führungskräften umgesetzt werden“, betonte Jeguschke. Aktuell seien in der Klinik rund 3850 Mitarbeiter beschäftigt. Es gebe in Rostock ein straffes Personalmanagement.

Nach Angaben des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands gehört Rostock zu den wenigen Unikliniken, die ein positives Ergebnis ausweisen können. Vorläufigen Zahlen zufolge hatten 2015 von den 33 Kliniken zwei Drittel mit einem Defizit abgeschlossen, die übrigen mit einem ausgeglichenen oder positiven Ergebnis. Nach Verbandseinschätzung leiden die Kliniken unter den meist fehlenden Investitionen der Länder und der hohen Belastung von Forschung und Lehre. Zudem seien die Behandlungen von Patienten mit seltenen oder mit mehreren Erkrankungen gleichzeitig mit hohen Kosten verbunden.

Als Ursachen für das Minus nannte das Greifswalder Klinikum gesunkene Patientenzahlen und um 3,2 Millionen Euro gestiegene Personalkosten. In der Greifswalder Klinik werden rund 4900 Mitarbeiter beschäftigt.

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