zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 08:00 Uhr

Uni fehlen 14 Millionen

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2013 | 09:14 Uhr

Rostock | Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hat die Kritik der Hochschulen an ihrer Finanzierung durch das Land zurückgewiesen. Mit den zusätzlichen 19 Millionen Euro, die die Landesregierung diese Woche für die Jahre 2013 bis 2015 beschlossen habe, würden die Mehrbelastungen der Hochschulen durch die Tarifsteigerungen vollständig ausgeglichen, sagt Brodkorb.

Die Hochschulen im Land hingegen hoffen bei der Finanzierung für die kommenden zwei Jahre auf Unterstützung im Schweriner Landtag. Günstigenfalls könne mit den vom Bildungsministerium in Aussicht gestellten zusätzlichen Mitteln ein Viertel des Mehrbedarfs für die Jahre 2014 und 2015 gedeckt werden, so Rostocks Universitätsrektor Wolfgang Schareck. Er ist auch Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz. Für die Rostocker Uni bedeute dies, dass 2014 eine Deckungslücke von rund 14 Millionen Euro ausgeglichen werden muss. "Wir glauben, dass es durchaus möglich ist, im parlamentarischen Prozess noch zusätzliche Mittel zu bekommen", betonte der Rektor.

Die Universität Greifswald benötigt allein für 2014 rund 7,7 Millionen Euro mehr. Das Land wolle jedoch nur 1,48 Millionen zahlen.

Im Jahr 2015 steht der geforderten Summe von 8,9 Millionen Euro ein zusätzlicher Betrag von 1,76 Millionen gegenüber. "Wir haben unter den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern eine große Einigkeit", so Schareck. Es werde auch gesehen, dass sich der Bildungsminister im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Hochschulen eingesetzt habe - auch wenn die Resultate unter deren Hoffnungen geblieben seien. Die Hochschulen hätten zugesagt, alle weiteren Sparpotenziale zu nutzen. So werde in Rostock geschaut, ob Studiengänge noch ausreichend angenommen werden. "Unsere wichtigste Forderung bleibt: Wir wollen eine Ausfinanzierung des Stellenplans." Frei werdende Stellen müssten besetzt werden und dürften nicht vakant bleiben.

Die Rektorin der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, Susanne Winnacker, bedauerte, dass für die 230 HMT-Lehrbeauftragten keine einzige Verbesserung ihrer Arbeits- und Finanzsituation in Aussicht gestellt worden sei. Das sei ein wunder Punkt in der Vereinbarung zwischen Hochschulen und Land. Die Lehrbeauftragten, die mehr als 70 Prozent des Unterrichts an ihrer Hochschule gestalten, bekämen maximal 35 Euro für eine Stunde inklusive Vor- und Nachbereitung.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen