Schiffarbeiten in Warnemünde : Unglücks-Kutter trifft an Land ein

Das Wrack des von den Baltic Tauchern gehobenen Kutters „Condor“ wird am Tonnenhof nun näher untersucht.
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Das Wrack des von den Baltic Tauchern gehobenen Kutters „Condor“ wird am Tonnenhof nun näher untersucht.

Baltic Taucher überführen die bei Fehmarn gesunkene und von ihnen geborgene „Condor“ zur Hohen Düne. Seit Sonntag sind sie im Einsatz.

svz.de von
09. März 2016, 05:00 Uhr

Der vor Fehmarn gesunkene Kutter „Condor“ ist wieder gehoben. Die Rostocker Baltic Taucher brachten ihn gestern nach Rostock, wo er am Vormittag am Tonnenhof in Hohe Düne eintraf.

Ein Team des Baltic-Taucherei- und Bergungsbetriebs war seit Sonntag im Einsatz, um den Anfang Februar auf ungeklärte Weise gesunkenen Kutter aus dem am Unglücksort 22 Meter tiefen Wasser zu hieven. Das erwies sich als schwieriges Unterfangen, denn immerhin 60 Tonnen waren an den Haken zu nehmen, Netze zu entfernen, damit sich die Taucher dort nicht verfangen, wie Eyk-Uwe Pap berichtet.

Die Baltic Taucher waren mit acht bis zehn Leuten vor Ort. Für ihre Bergungsarbeiten nutzten sie ihre Ausrüstungen sowie den Schwimmkran „Sanne A“ und das Bergungsschiff „Mira A“ eines dänischen Partnerunternehmens. Nach einer Nachtfahrt über die Ostsee erreichte der Schwimmkran „Sanne A“ mit dem Kutter an Bord den Tonnenhof in Warnemünde.

Dort soll das gehobene Wrack von Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung inspiziert werden. Die Leichen des Kapitäns und seines Deckmanns waren wenige Tage nach der Havarie mehrere Kilometer von der Unglücksstelle entfernt geborgen worden. Mitte Februar hatte das Rostocker BSH-Wracksuch- und Vermessungsschiff „Deneb“ das Wrack geortet. Wrackbergung gehört zu den alltäglichen Aufgaben der Rostocker Baltic Taucher. Sie sind gegenwärtig vor allem in Sachen Offshore und Minenräumung in Nord- und Ostsee tätig. Bereits in Aussicht gestellte Mammutaufgaben am Bosporus verzögern sich allerdings noch. 1993 war die Firma von Jens-Olaf und Eyk-Uwe Pap gegründet worden, seit 2006 ist sie im Rostocker Fischereihafen etabliert.

In den nächsten Wochen werden die Baltic Taucher hier auch ihre Erweiterungsbauten in Betrieb nehmen können.

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