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Stadtautobahn Rostock : Unglaublicher Vorfall nach Unfall

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Chef von geschädigtem Fahrer geht, anstatt zu helfen, auf verletzte Verursacherin los

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 10:38 Uhr

Unglaublicher Zwischenfall nach einem Verkehrsunfall Freitagfrüh auf der Rostocker Stadtautobahn. Der Vorgesetzte eines in einen Unfall verwickelten Transporterfahrers ging auf die Unfallverursacherin los, trat gegen ihr Auto und beleidigte sie. Zu diesem Zeitpunkt saß die 38-Jährige noch verletzt und unter Schock stehend im Auto. In seiner blanken Wut vergaß der Rüpel zu helfen.

Das Vorgehen wird für ihn Konsequenzen haben. Er bekam eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Beleidigung. Kurz zuvor, gegen 8.20 Uhr, kam es auf der Rostocker Stadtautobahn zu einem Verkehrsunfall. Laut Polizei war die 38-Jährige in ihrem Dacia, Höhe Lütten Klein, in Richtung Warnemünde unterwegs, als sie plötzlich wegen eines vor ihr bremsenden Wagens ebenfalls stark abbremsen musste. Um einen drohenden Auffahrunfall zu vermeiden, wich die 38-Jährige auf den rechten Fahrstreifen aus. Der dahinter fahrende VW Transporter bemerkte das offenbar zu spät und fuhr dem Dacia mit hohem Tempo ins Heck. Die Frau erlitt bei dem Aufprall eine Verletzung an der Hals-Wirbelsäule, saß in diesem Zustand und geschockt nach dem Unfall noch hinterm Steuer.

Der Chef des Transporterfahrers, der nach Polizeiangaben in einem zweiten Fahrzeug mit seinem Mitarbeiter zusammen unterwegs war, hielt nach dem Zusammenstoß an. Nicht aber, um zu helfen, sondern um wütend auf die Unfallfahrerin loszugehen. Die Stadtautobahn wurde nach dem Zusammenstoß voll gesperrt, ein Notarzthubschrauber landete. Die Berufsfeuerwehr kam zum Einsatz, um ausgetretene Betriebsstoffe aufzusammeln und die Fahrbahn zu reinigen.

Beide beteiligten Autos waren derart zerstört, dass sie abgeschleppt werden mussten. Die Ermittlungen zur Unfallursache und gegen den Angreifer, der auf die Dacia-Fahrerin losging, wurden aufgenommen.

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