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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 01:00 Uhr

Initiative : „Undine“ bald wieder in Rostock?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verein Freundeskreis Maritimes Erbe ruft zur Rettung von Deutschlands ältestem Seebäderschiff auf

svz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Sie ist bereits 104 Jahre alt, hat 16 Millionen Fahrgäste transportiert, zwei Kriege überstanden und wurde zu vielen Zwecken benutzt: die „Undine“, Ex-„Kronprinz“.

Zur Rettung des historischen Schiffs benötigt der Verein Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock immer noch 50 000 Euro. Mit dieser Summe könnte der verbliebene Rumpf endlich von der Werft in Dresden zurück nach Rostock geholt werden. Der Dieselmotor des einstigen Bäderschiffs befindet sich in Wismar, die restlichen Schiffsteile sind verschollen.

Sollte die Rückholung gelingen, wäre die seit Jahren drohende Verschrottung vom Tisch – der beherzte Einsatz vieler Menschen hätte sich sichtbar gelohnt. Die „Undine“ könnte dann als Denkmal geschützt und in die maritim-historische Szene der Hansestadt integriert werden. „Wir haben das frühere Bäderschiff im August vergangenen Jahres für den symbolischen Wert von 90 Cent gekauft“, sagte Steffen Wiechmann, Sprecher und stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises, gestern im Atrium in der Societät Rostock maritim. Im vergangenen Jahr hatte der insolvente Förderverein SOS Seebäderschiff das einzigartige Zeugnis des Stahlschiffbaus im Nietverfahren an den neuen Eigner übergeben.

Sobald das Geld zusammen ist und die Elbe genügend Wasser führt, soll das Ex-Salonschiff zurück nach Hause geholt werden. „Nach meiner Einschätzung müsste die Rückholung in zwei bis drei Monaten machbar sein“, so Freundeskreisvorsitzender Sebastian Gosch. Wo das Schiff dann liegen soll? „Stadthafen, Entstehungsort Neptun-Werft, aber auch der IGA-Park wären als Standort vorstellbar“, so Gosch. Man sei wegen eines Landliegeplatzes noch mit der Stadt im Gespräch. Entscheidend sei es, die „,Undine’ öffentlich zugänglich zu machen und sie in Rostocks maritime Kultur zu integrieren“, ist Wiechmann überzeugt. Es müsse einen Bezug zu stadt- und industriegeschichtlichen Entwicklungen geben.

Die Nutzung des Rumpfes müsse laut Freundeskreis noch abschließend mit der Stadt abgesprochen werden, es gäbe viele Möglichkeiten. So wäre etwa ein Café denkbar oder auch „eine kleine Ausstellung zur Schiffsgeschichte“, sagt Gosch. Entscheidend sei „eine kostenminimierte Variante“.

Die nächsten Schritte seien der anschließende Wiederaufbau gemäß denkmalpflegerischer Zielstellung und Wiederinfahrtbringen des ältesten und bedeutendsten Seebäderschiffs an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.

Spendenkonto:

Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock

Konto: 20 10 35 251

BLZ:    130 500 00

Ostseesparkasse Rostock

IBAN: DE501 30 500 000 201 035 251

BIC:   NOLADE21ROS

Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, notieren Sie bitte Ihre vollständige Anschrift im Verwendungszweck.

 

Im Internet: www.mare-rostock.de

 

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