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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 22:24 Uhr

Umdenken

vom

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2007 | 10:45 Uhr

Der harte Konkurrenzkampf im Speditionsgewerbe darf nicht zu Lasten der Sicherheit gehen. Die Ergebnisse der Großkontrolle am Donnerstag sind alarmierend. Ungesicherte Ladung,
abgefahrene Reifen, defekte Lenkungen, kaputte Bremsen - an einem einzigen Tag mussten die Polizei allein in Mecklenburg-Vorpommern14 Lasterfahrern die Weiterfahrt untersagen, weil sie eine akute Gefahr für Leben und Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer darstellten. Jeder dritte Lkw wies Mängel auf. Eine weit höhere Dunkelziffer darf unterstellt werden. Denn entdeckt werden diese fahrenden Zeitbomben nur bei Kontrollen, oder wenn es nach Unfällen leider zu spät ist.
Kontrollen sind der springende Punkt. Die gab es in der Vergangenheit viel zu selten. Seit über einem halben Jahr fanden keine
länderübergreifenden, so personalintensiven Razzien mehr gegen die Gesetzlosen auf den Autobahnen statt wie am Donnerstag. Ursprüngliche Planungen sahen Großkontrollen in einem zeitlichen Abstand von vier bis sechs Wochen vor. Das wäre effektiv. Doch daran ist derzeit nicht zu denken. Grund: Die enorme personelle Belastung durch Einsätze wie zum G8-Gipfel in Heiligendamm und die daraus entstandenen Überstunden setzen der Polizei Grenzen. Die Konzententration auf Schwerpunkte soll das Manko kompensieren. Fatal, wenn erst wieder schwere Lasterunglücke ein Umdenken erzwingen würden.

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