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19. Oktober 2017 | 20:30 Uhr

Ulmenstraße: Sanierung mit Konfliktpotenzial

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2012 | 10:11 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Sie ist eine wahre Buckelpiste und verlangt Fußgängern, Rad- und Autofahrern höchste Konzentration ab. Auf der Ulmenstraße gibt es einiges Konfliktpotenzial. Nicht zuletzt ist die Fahrbahn in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Diese Maßnahme will die Stadt nun angehen - und in dem Zusammenhang auch gleich die Maßmannstraße mit in Angriff nehmen. Noch gibt es keine konkreten Planungen. Dennoch hatten gestern Abend Anwohner, Hauseigentümer und alle sonstigen Nutzer die Gelegenheit, bei einer Planungswerkstatt ihre Wünsche und Anregungen einzubringen. Ein großes Aufgebot an Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie die beauftragten Planer standen ihnen Rede und Antwort. "Bürgerbeteiligung macht die Arbeit der Stadtverwaltung nicht schwerer, sondern leichter - zumindest wenn sie frühzeitig stattfindet", erklärte Bausenator Holger Matthäus (Grüne) das Anliegen.

Neben der Gestaltung der zwei Straßen und des Ulmenmarktes war es jedoch vor allem eins, was die vielen Hauseigentümer beschäftigte: die auf sie zukommenden Straßenbaubeiträge. Denn sollte die Ulmenstraße als so genannte Innerortsstraße eingestuft werden, würden laut Satzung 50 Prozent der Baukosten auf die Anwohner zukommen. Der Bausenator betonte, dass es sich dabei um geltendes Bundesrecht handelt: "Wir wollen ihnen diese Kosten nicht aufdrücken, aber wir müssen es." Von ungerechter Belastung und Krediten war da die Rede. Hauseigentümer Christoph von Stein schlug sogar vor, die Straße zu lassen, wie sie ist: "Es funktioniert doch schließlich." Damit stieß er bei einem Teil der Anwesenden auf spontane Zustimmung. Heike Schröder vom Tief- und Hafenbauamt versicherte, dass zu gegebener Zeit mit jedem Eigentümer Gespräche geführt werden, bei denen die individuellen Kosten ermittelt werden könnten. Diese variieren nämlich. Anette Niemeyer (Aufbruch 09), Vorsitzende des Ortsbeirates KTV, gab darüber hinaus zu bedenken, dass mit der Uni und der Polizei auch zwei öffentliche Anlieger zu einem nicht unerheblichen Teil an den Kosten beteiligt würden.

Noch steht nicht fest, was die Sanierung kosten wird. Eine zweite Anwohnerrunde soll es Anfang 2013 geben. Dann wollen die Planer konkrete Varianten zur Diskussion stellen, bevor schließlich der Ortsbeirat eine Empfehlung an die Bürgerschaft ausspricht. Dass die Ulmenstraße angepackt werden muss, machte Schröder deutlich: "Die Lebensdauer einer Straße beträgt maximal 30 Jahre, bei einer Deckschicht sogar nur zehn. Beides ist in der Ulmenstraße überschritten."

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