peter-weiss-haus : Übernachten im Haus der Freundschaft

In der Doberaner Straße heißt Koordinatorin Julia Löhning Gäste im Hostel der Subraum-Genossenschaft willkommen. Fotos: nicp
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In der Doberaner Straße heißt Koordinatorin Julia Löhning Gäste im Hostel der Subraum-Genossenschaft willkommen. Fotos: nicp

Kultur- und Bildungszentrum öffnet ein Hostel

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04. August 2015, 15:00 Uhr

Das freie Kultur- und Bildungszentrum Peter-Weiss-Haus ist um eine Komponente gewachsen. Auf 350 Quadratmetern im Souterrain ist innerhalb eines Jahres ein Hostel entstanden. Zielgruppe: Backpacker, die beispielsweise den Radweg Berlin–Kopenhagen bestreiten, Familien auf der Durchreise und Großgruppen. „Wir wollen in die Kerbe Bildung und Kultur schlagen“, sagt Julia Löhning, Koordinatorin des Hostels für die Genossenschaft Subraum, die auch das Café Marat sowie den Freigarten betreibt und Partys organisiert. Das Hostel soll das ehemalige Haus der Freundschaft noch weiter öffnen, neue Leute reinbringen, ihnen den Zugang zu den vielfältigen Angeboten des Kultur- und Bildungshauses geben, aber auch die ansprechen, die schon im Haus sind. Der Verein Soziale Bildung wird in der Nachsaison wieder mehrere Seminare veranstalten, die Gruppen, die teilnehmen, können im Hostel unterkommen, so Julia Löhning.

Das Hostel hat 48 Betten, verteilt auf drei Sechs-, ein Zwölf- und ein 18-Bett-Zimmer. Einige Arbeiten sind noch auf der Liste, ein Zimmer ist noch nicht ganz fertig und in den Sanitärräumen wird noch aufgebessert.

Credo beim Ausbau: „Wir wollen Altes mit Modernem verbinden“, sagt die Koordinatorin. Fenster und Türen wurden aufgearbeitet, das Gewölbe im Souterrain, in dem das Hostel sich befindet, betont. Im Gemeinschaftsraum, der Küche, stehen Vorlesungsstühle aus dem Hörsaal Parkstraße. Vieles hat die Genossenschaft selbst gebaut, wie die Betten.

Den Gästen gefällt es. Die ersten kamen am 16. Juli. „Einer ist bis heute geblieben“, sagt die Hostelleiterin. Sie arbeitet im Team mit fünf anderen, Mini- und Midijobbern, die den Laden am Laufen halten. Jeder Gast bekommt ein Bett, Bettwäsche, Handtuch, Leselampe und einen Spind. Die Preise sind moderat und je nach Zimmer verschieden.

Mehr als 150 000 Euro hat der Ausbau der Kelleretage des historischen Hauses zum Hostel gekostet, finanziert durch Eigenmittel der Genossenschaft und Fördermittel vom Landesförderinstitut. Die Einnahmen fließen wieder ins Haus. Bis Ende des Jahres soll eine Küche neben dem Café entstehen und damit auch Versorgung für die Nachtgäste möglich sein. Der Verein Soziale Bildung soll in den Turm der alten Ausflugsgaststätte umziehen. Dafür wird der bisherige Raum zum vergrößerten Seminarbereich. „Das Peter-Weiss-Haus wächst weiter“, sagt Julia Löhning.

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