Fünftes Opfer erstattet Anzeige über das Internet : Überfallserie in Groß Klein: 20-Jähriger verhaftet

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Nach der Überfallserie in Groß Klein am Montag konnte die Polizei nun einen 20-Jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Ein polizeibekannter Rostocker mit russischer Abstammung soll insgesamt fünf Personen ausgeraubt haben.

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19. Oktober 2011, 07:21 Uhr

Rostock | Nach der Überfallserie in Groß Klein am Montagmorgen konnte die Polizei Mittwoch Nachmittag einen 20-Jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Ein mehrfach polizeibekannter Rostocker mit russischer Abstammung soll insgesamt fünf Personen ausgeraubt haben.

Nachdem sich am Montag bereits vier Opfer bei der Polizei gemeldet hatten, machte eine fünfte Person einen Tag später eine Anzeige über das Internet. Dieser Fall würde laut Polizei deutliche Parallelen zu den bereits bekannten Vorfällen aufweisen. Ein 37-jähriger Rostocker meldete, am Montag in den frühen Morgenstunden im Kleinen Warnowdamm auf dem Weg zur S-Bahn-Haltestelle überfallen worden zu sein. Er bekam mit einem Schlagstock Schläge auf den Kopf, weil er dem Räuber keine Zigaretten gab.

Der Tatverdächtige wurde gestern Nachmittag in seiner Wohnung im Rostocker Stadtteil Groß Klein festgenommen. Die Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, nachdem eines der Opfer den Mann in der Täterlichtbildkartei der Polizei wiedererkannt hatte. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 20-Jährigen wurden sowohl die Kleidungsstücke aufgefunden, die er laut Beschreibung der Opfer bei den Überfällen getragen hat, sowie auch ein Teleskopschlagstock und eine Pistole. Die sichergestellte Pistole war nicht beschussfähig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Haftbefehl für den 20-Jährigen erlassen.

Die Polizei war bereits am Montag gegen 7 Uhr alarmiert worden, nachdem der Täter innerhalb weniger Minuten zwei Passanten vor dem Klenowtor mit einer Waffe bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert hatte. Im Verlauf des Tages hatten sich zwei weitere Opfer bei der Polizei gemeldet, die auch mit einer Pistole bedroht und zur Herausgabe von Geld beziehungsweise Zigaretten aufgefordert worden sind.

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