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24. November 2017 | 21:32 Uhr

Tut sich endlich etwas am Landgang?

vom

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 09:45 Uhr

Schmarl | Das Gebäude der ehemaligen Schülerspeisung, das an den Schmarler Landgang angrenzt, hat einen neuen Eigentümer. Dieser hat nach Angaben von Quartiermanager Jörg Overschmidt signalisiert, das marode Gebäude der Hansestadt Rostock zu schenken, damit diese es dem Erdboden gleich machen kann. Somit wäre der Weg für die Umgestaltung des Schmarler Landganges endlich frei.

"Die Stadt wartet schon seit Jahren darauf, das Sanierungsprojekt in die Tat umsetzen zu können", sagt Overschmidt. Schließlich sind die Parkanlagen verwahrlost und laden die Schmarler Einwohner längst nicht mehr zum Verweilen ein. Und damit die Fläche auch für Kinder attraktiver wird, plant die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS), den Spielplatz von der Ecke Schmarler Landgang/Roald-Amundsen-Straße umzusetzen. Er soll weiter in die Grünfläche hinein verlegt werden, damit er nicht mehr so nah an der Straße liegt.

Aber es gibt einen Haken an der Sache: Der einzige Mieter des Gebäudes macht keine Anstalten, auszuziehen. "Eine Spielothek hat sich vor Jahren dort eingemietet und der Vertrag läuft noch einige Zeit", so Overschmidt. Obwohl die Stadt dem Betreiber alternative Betriebsräume angeboten hat, weigert sich der Inhaber, zu weichen. "Wir haben ihm sogar angeboten, ihm beim Umzug und den dabei entstehenden Kosten zu unterstützen", betont Overschmidt. Aber der Spielothekenbetreiber habe das abgelehnt.

Der Erhalt des Gebäudes und eine damit verbundene Weitervermietung der übrigen Gewerbefläche mache laut Overschmidt keinen Sinn, da der Eigentümer für die Sanierung einen sechsstelligen Betrag hinlegen müsste. Das Objekt hat in den vergangenen Jahren sehr gelitten. Viele Fenster sind mittlerweile eingeschlagen und es gab mehrere Brände.

Dass eine Einigung mit dem verbliebenen Mieter doch noch zustande kommt, darauf hoffen die Schmarler Bewohner. "Aber irgendwann müssen wir uns die Frage stellen, ob das Warten noch einen Sinn macht", so der Quartiermanager. Einige Jahre könne der Spielothekenbetreiber schließlich noch in dem Haus bleiben. Sollte sich der Mieter doch zum Gehen entscheiden, würde für die Schmarler ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Sie würden endlich ihren neuen Park bekommen. Trotz der verzwickten Lage ist Quartiermanager Overschmidt froh, dass ein neuer Besitzer mit guten Absichten gefunden wurde: "Zum Glück wurde die Schülerspeisung nicht ins Ausland verhökert."

Der neue Eigentümer - eine Privatperson - hat die ehemalige Schülerspeisung vor Kurzem von der Allfinanz gekauft. Er hat außerdem das davon östlich gelegene Hochhaus in der Roald-Amundsen-Straße gekauft. "Das war eigentlich für den Abriss vorgesehen, wurde jedoch von dem neuen Besitzer saniert", so Overschmidt. Die Fassade und die Steigleitungen wurden erneuert. Seitdem sind die rund 400 Wohnungen auch wieder gefragter. Der Quartiermanager ist überzeugt, dass der Rückbau des abrissreifen Gebäudekomplexes im Sinne des Eigentümers ist. Denn das würde auch die Umgebung des Roald-Amundsen-Hochhauses deutlich aufwerten.


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