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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. August 2017 | 23:19 Uhr

Warnemünde : Turmverkleidung fällt als nächstes

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sanierung von Gebäuden der Hochschule Wismar läuft fristgemäß. Im kommenden Jahr soll der Komplex übergeben werden

In der Richard-Wagner-Straße verändert sich in der kommenden Woche das optische Bild an einer weithin sichtbaren Baustelle. Es geht um die Außenstelle der Hochschule Wismar mit dem Turmgebäude. „Wir nehmen die Gerüstverkleidung runter und das Schutzdach vom Turm ebenfalls“, sagt Projektleiterin Ariane Wenzel. Verantwortlich für den Bau ist der Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL). Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung investiert das Land 4,6 Millionen Euro in das Unterrichtsgebäude für Nautiker. Dabei sind auch viel Fingerspitzengefühl und Abstimmungen mit Denkmalpflegebehörden erforderlich, weil das Turmgebäude, das nebenstehende Haus und das Pförtnerhäuschen unter Denkmalschutz stehen. „Der Verdacht, dass unter den Fußbodenbelägen Schadstoffe sind, hatte sich bestätigt, aber es war alles im normalen Bereich“, sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Das sei inzwischen alles ordnungsgemäß entsorgt worden.

Zu den weiteren Vorhaben an dieser Adresse für künftige Nautiker zählt die Verbesserung des Brandschutzes. „Wir haben einen zweiten Rettungsweg am Haus angebaut“, sagt Projektleiterin Ariane Wenzel. Das sei eine gesetzliche Vorschrift, wenn Gebäude über 22 Meter hoch sind. Viele knifflige Aufgaben galt es für sie und die Baufirmen zu lösen. Auch im Treppenhaus des 1961 errichteten Gebäudes gab es etliche Besonderheiten. Einige Details wie das alte Treppengeländer werden erhalten. Und mithilfe eines Restaurators wurde auch die ursprüngliche Farbe herausgefunden. Sie soll später wieder verwendet werden. Und bei den modernen Räumen für die Lehre wurden teilweise in den Fensterscheiben montierte Lamellen verwendet, weil es am Gebäude selbst aus Denkmalschutzgründen nicht gewünscht ist.

Mit dem Einbau eines Fahrstuhls wurde Barrierefreiheit hergestellt. Der Fahrstuhl ist vom Turmgebäude als auch vom danebenliegenden nutzbar. Wenn alles fristgerecht läuft, wird das Gebäude 2017 an die Hochschule übergeben werden.

Perspektivisch folgt die Sanierung des anschließenden Gebäudes und des Pförtnerhauses. Immer unter den Aspekten des Denkmalschutzes. Dafür liegen noch keine Planungen vor. Die Studenten sind während der Bauphase im Nachbargebäude und an anderen Orten untergebracht.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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