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17. Dezember 2017 | 22:17 Uhr

Tür der Kunsthalle gesprengt

vom

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2012 | 06:25 Uhr

Reutershagen Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag die Eingangstür der Kunsthalle zerstört. Guntram Porath vom Verein Pro Kunsthalle vermutet dahinter einen Einbruchsversuch. „Man muss ganz klar davon ausgehen, dass die Täter in das Gebäude hinein wollten“, sagt er. Und: „Das ist nicht nur ein kleiner Bubenstreich, sondern eine bewusste kriminelle Handlung.“

Nach Angaben der Polizei haben die Täter Pyrotechnik gezündet. Genaueres ist allerdings noch nicht bekannt. Die Ermittler sind nun dabei, die am Tatort gesicherten Spuren auszuwerten. Fakt ist, dass das Sicherheitsglas in den Türen erheblichen Schaden genommen hat. „Die Mitteltür müssen wir komplett neu ersetzen“, so Porath. Von der Durchschlagskraft her könne vermutet werden, dass es sich um einen Sprengsatz gehandelt habe, sagt er. Die Scheiben hielten allerdings stand, sodass die Täter nicht in das Gebäude vordringen konnten. Da der Innenbereich alarmgesichert ist, seien die Unbekannten auch nicht weit gekommen. Im Außenbereich gibt es bis jetzt keine zusätzliche Überwachung.

Gemeldet hatte den Schaden ein Mitarbeiter der Gebäudereinigung, der die Kunsthalle gegen 7 Uhr durch den Hintereingang betreten hatte. „Er nahm zuerst den verbrannten Geruch wahr und hat dann den Schaden entdeckt“, berichtet Porath. Für die Kontrolle der Anlage ist ein Sicherheitsdienst verantwortlich. Aus dem Vorfall müssen laut Porath nun Konsequenzen gezogen werden: „Ich denke, dass wir jetzt noch verstärkt über eine Außensicherung nachdenken werden. Gerade weil es schon der dritte Vorfall in den vergangenen zwei Jahren ist.“

Der jetzt entstandene Schaden ist mit etwa 5000 Euro überschaubar – im Vergleich zu dem, was die mutmatlichen Einbrecher hätten anrichten können, wenn sie es bis ins Innere der Kunsthalle gekommen wären. Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte sind von großem finanziellen Wert. „Der aktuelle Ausstellungswert beläuft sich schon auf einen siebenstelligen Bereich“, so Porath.

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