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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 03:09 Uhr

Geschichte : Tschernobyl: Grüne warnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

30 Jahre nach dem Unglück laufen noch acht Atomkraftwerke in Deutschland

Weit weg und lange her, aber immer noch in den Köpfen präsent: Es jährte sich das Atomunglück in Tschernobyl zum 30. Mal. Mit einem Informationsstand haben Mitglieder der Grünen aus Rostock und dem Landtag deshalb am Doberaner Platz an die Reaktorkatastrophe erinnert. „Wir wollen aber nicht nur erinnern, sondern auch davor mahnen, dass die Gefahr noch immer präsent ist“, sagt Jürgen Suhr, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag. Vielen sei gar nicht bewusst, dass deutschlandweit noch immer acht Atomkraftwerke (AKW) am Netz seien und die Frage der Entsorgung des radioaktiven Abfalls weiterhin ungeklärt bliebe. Gerade die Energiewerke Nord um das ehemalige Atomkraftwerk und das Zwischenlager in Lubmin seien für die Bewohner MVs ein Sicherheitsrisiko. Denn in der öffentlichen Anlage sei die Frage der Sicherung gegen Terrorangriffe – wie vom Bund gefordert – noch nicht gelöst.

Abschalten, statt vergessen: Die Aktion der Grünen hat viele Vorbeikommende dazu bewegt, zu rekapitulieren, aber auch in die Zukunft zu schauen. „Der Gedenktag soll auch dazu dienen, den Leuten bewusst zu machen, wie wichtig es ist, einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie und Kohlekraft zu schaffen“, sagt Claudia Schulz, Landesvorstand der Grünen und Direktkandidatin für die Landtagswahl. „Wir müssen rein in die erneuerbaren Energien“, so Schulz. Das sei nicht nur wesentlich sicherer, sondern auch besser in Bezug auf den Klimawandel.

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