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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 17:02 Uhr

Trotz Verbots werden Möwen gefüttert

vom

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2013 | 09:36 Uhr

Warnemünde | Rund um den Alten Strom wiederholt sich fast täglich das gleiche Bild: Immer wieder füttern Menschen Möwen. Manchmal direkt neben dem Schild der Hansestadt Rostock, das das Füttern untersagt und bei Zuwiderhandlungen Bußgelder ankündigt. Abschrecken lassen sich die Unbelehrbaren davon nicht.

Und auch das ist kein seltener Anblick: Großeltern geben Enkeln Brötchen in die Hand und filmen, wie sich die Möwen darauf stürzen. Dass sie die Kleinen dabei in Gefahr bringen, scheinen sie nicht zu wissen. Aber die Schnäbel der Möwen sind spitz und können die Kinder verletzen. Darum geben auch die Fischbrötchen-Verkäufer Auwärtigen die Warnung mit auf den Weg, sich vor dem Federvieh in Acht zu nehmen. Dass aber nicht jeder Händler mit gutem Beispiel voran geht, hat Leuchtturm-Vereinschef Klaus Möller schon mehrfach beobachtet. So mancher verfüttert seine Reste abends an die Möwen.

"In unserem Kurkartenheft wird jeder Gast darüber informiert, dass seit Juli 2009 ein Fütterungsverbot für Möwen besteht", sagt Beate Hlawa, Marketing-Leiterin der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde. Außerdem will die Tourismuszentrale noch in diesem Jahr einen Flyer herausgeben, der in Hotels, Pensionen und der Tourismuszentrale zu erhalten ist. Auch hier sollen die Gäste über das Fütterungsverbot informiert werden.

Das Fehlverhalten vieler Menschen führt dazu, dass die Möwen immer aggressiver auftreten. Sie sind durch das ständige Füttern an diese Form der Nahrungsaufnahme gewöhnt und haben das natürliche Beutemachen abgelegt. Besonders Silbermöwen haben sich daran angepasst. Im Sturzflug schnappen sie sich das Essen.

"Auch die Strandvögte und der neu geschaffene kommunale Ordnungsdienst der Stadt soll dazu beitragen, auf die Einhaltung des Möwenfütterungsverbotes zu achten", sagt Hlawa. Das Verbot besteht jetzt seit vier Jahren und Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Aber richtig ernst wird es nicht genommen. "Mir ist auch noch kein Fall bekannt, in dem das Bußgeld eingefordert wurde", sagt Hlawa.

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