Polizei in Rostock : Trickreiche Diebe in Rostock

So schnell kann’s gehen.
So schnell kann’s gehen.

Laut der Rostocker Polizei werden vor allem Frauen Opfer von Taschendieben.

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03. März 2016, 08:00 Uhr

Ihre Maschen sind vielfältig und ständig werden neue Varianten bekannt – Trickdiebe machen Rostocks Straßen unsicher. So wurde eine Frau auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters in der Südstadt mit dem so genannten Geldwechsel-Trick überrumpelt. Dabei kam der Täter mit einer Zwei-Euro-Münze auf sie zu und bat sie um Wechselgeld für den Einkaufswagen. Als die hilfsbereite Frau ihr Portemonnaie aus der Tasche gezogen hatte, stieß der Mann sie an und erklärte, sie habe doch genug Kleingeld. Dann ließ er sie stehen – nicht ohne zuvor unbemerkt mehrere Geldscheine aus der Börse gestohlen zu haben.

Laut Polizei werden vor allem Frauen Opfer von Taschendieben. Dies gehe aus der Statistik hervor, so Polizeisprecherin Yvonne Hanske. „Das liegt auch daran, dass Frauen eben Handtaschen tragen – und das nicht unbedingt immer auf die sicherste Art“, sagt Hanske. Ohne Reißverschluss locker über den Arm gehängt, seien diese Taschen eine leichte Beute. „Da brauchen die Diebe ja eigentlich bloß zuzugreifen“, so die Polizeisprecherin. Sie empfiehlt: Taschen sollten mit einem Reißverschluss, am besten noch mit zusätzlicher Lasche geschützt werden. Sie sollten möglichst nah am Körper, im besten Fall mit dem Taschengurt schräg von einer Schulter zur anderen Seite getragen werden. „Im Gedränge kann man als zusätzliche Sicherheit eine Hand auf die Tasche legen“, rät Hanske.

Dass aber nicht nur Handtaschen zum Ziel von Dieben werden, zeigt ein Fall, der sich in einem Nagelstudio in der Rostocker Innenstadt zugetragen hat. Dort legte ein Mann einen Zettel mit der Aufschrift „obdachlos“ auf den Behandlungstisch. Verständigen konnte er sich aufgrund der Sprachbarriere nicht. Darum verließ er das Studio wieder – steckte vorher aber noch seinen Zettel und das Handy der Kundin ein, das auf dem Tisch lag.  

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