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22. November 2017 | 10:35 Uhr

Treffen zur Zukunft der "Büchner"

vom

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 07:56 Uhr

Rostock | Heute könnte es eine Entscheidung zur Zukunft der "Georg Büchner" geben. Am Mittag treffen sich der Insolvenzverwalter und Denkmalpfleger mit einem Kaufinteressenten in Rostock. Dabei entscheidet sich möglicherweise, ob das Schiff, das immer noch im Stadthafen liegt, verkauft wird.

"Entscheidend ist, ob der Interessent das denkmalgeschützte Schiff erhalten will", sagt Dr. Michael Bednorz, Leiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege. Nur dann könne seine Behörde einem Verkauf zustimmen. Lange Zeit für die Suche nach einem Käufer bleibt aus Sicht des Insolvenzverwalters, Dr. Tobias Schulze, jedoch nicht. "Jeden Tag fallen Kosten an. Für Energie, Liegeplatzgebühren und sonstige laufende Kosten kommen pro Monat 10 000 Euro und mehr zusammen", sagt er. Gemeinsam mit den Denkmalschützern und der Hansestadt Rostock will er deshalb an einer schnellen Lösung arbeiten. "Dabei müssen wir für alles offen sein, aber die Denkmalaspekte berücksichtigen", sagt Schulze, der die Insolvenzverwaltung nach der Pleite des ehemaligen Betreibervereins im März übernommen hat. Bei dem aktuellen Interessenten soll es sich um den anonymen Käufer handeln, der mit dem inzwischen aufgelösten Verein bereits einen Vertrag abgeschlossen hatte.

Immer wieder hatte es auch aus Belgien Interessenbekundungen gegeben. Vereine wollten das Schiff retten, das 1950 in Antwerpen gebaut wurde und lange als "Charlesville" im Liniendienst auf der Route Belgien-Kongo fuhr. Auch die flämische Regionalregierung hat deshalb bereits Verhandlungen mit dem mecklenburg-vorpommerischen Kultusministerium aufgenommen. "Bei mir hat sich bislang aber kein belgischer Interessent gemeldet", sagt Schulze.

Für den Insolvenzverwalter muss heute in erster Linie geklärt werden, welche denkmalpflegerischen Auflagen der mögliche Käufer zu erfüllen hätte - und wer für die laufenden Kosten aufkommen soll, wenn der derzeitige Schwebezustand noch länger andauert. Sollte das Schiff tatsächlich verkauft werden, würde ein Überschuss nach Angaben von Schulze an die Hansestadt Rostock fließen.

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