Abschied : Trauer im Robben-Revier

Baby Ole starb schon am 26. Oktober völlig überraschend an Herz-Kreislauf-Versagen.
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Baby Ole starb schon am 26. Oktober völlig überraschend an Herz-Kreislauf-Versagen.

Überraschender Tod im Rostocker Zoo: Der 21-jährige Seebären Ron erliegt dem Krebs, sein nur fünf Monate alter Sohn Ole stirbt an Herz-Kreislauf-Versagen.

svz.de von
11. November 2014, 07:45 Uhr

Das ist ein herber Schlag für den Rostocker Zoo: Innerhalb nur einer Woche mussten die Tierpfleger im Robben-Revier gleich von zwei besonders beliebten Tieren Abschied nehmen. Völlig überraschend starb das Seebärenbaby Ole schon am 26. Oktober, wie der Zoo erst gestern offiziell bestätigte. Drei Tage später musste der Tierarzt den 21 Jahre alten Seebären Ron von seinen Leiden erlösen. Er war das Leittier der Gruppe und Vater von Ole.

Inzwischen liegen die Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchungen vor. Seebär Ron litt demnach unter Krebs, hatte einen Tumor in der Schilddrüse. Wie der Zoo berichtet, hatte sich sein Gesundheitszustand in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. Ron habe aber ein für Seebären recht hohes Alter erreicht. Beim nur fünf Monate alten Seebärenbaby Ole lag laut Tierärzten ein plötzliches Herz-Kreislauf-Versagen vor. Die Ursache dafür bleibt unklar. Für gesundheitliche Probleme habe es keine Anzeichen gegeben. Mit einem Erreger, der aktuell für das Sterben von wild lebenden Seehunden an der Nordsee verantwortlich ist, habe der Tod des Jungtieres jedoch nichts zu tun.

Rückblick: Die Freude im Robben-Revier war groß, als nach einem Jahr Pause am 27. Mai ein männliches Jungtier entdeckt wurde. Die Eltern waren Ron und die 16 Jahre alte Egoli. Am 7. Juli wurde das Seebärenbaby auf den Namen Ole getauft. Zuletzt wurden davor im Jahr 2012 die Seebären Pepe und Shanti geboren. Der stattliche Ron war der Liebling vieler Zoobesucher, Paten und Mitarbeiter. 1993 in der Wildnis geboren, kam er als Jungtier Anfang 1995 in den größten Zoo an der deutschen Ostseeküste. In den fast 20 Jahren hat Ron mit 27 Seebärenbabys für reichlich Nachwuchs gesorgt. Ron war ein sehr liebevoller Vater, der im Winter auch schon mal als „Wärmflasche“ für seine Jungtiere hergehalten hat, berichten die Tierpfleger. In seiner Gruppe war er die Nummer eins. Egoli war vermutlich seine Lieblingsfrau. Fünfmal bekam er mit ihr Nachwuchs.

Seit 1985 gibt es südafrikanische Seebären im Zoo. Jetzt besteht die Gruppe noch aus einem männlichen Tier, dem Jungtier Pepe, und drei Weibchen – Angra (23), Daisy (17) und Egoli (16). Seebären gehören wie die Seehunde zu den Robben.


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