zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 09:18 Uhr

Transparenz bei der Mittelmole gefordert

vom

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 09:49 Uhr

Warnemünde | Die vielen Gerüchte über die künftige Gestaltung der Mittelmole und der geringe Informationsfluss aus dem Forum Mittelmole nerven Helge Bothur (Linke). Das Bauausschuss-Mitglied fordert zu diesem kostbaren Warnemünder Areal in Zukunft mehr Transparenz, was die Planungen und Vorhaben angeht. Das hat der Bauingenieur in der jüngsten Sitzung am Dienstag angesprochen und hier künftig eine Veränderung gefordert.

"Die Mittelmole ist ein städtisches Grundstück", begründet er. Selbst wenn es Eigentum der Wiro sei, so sei die Hansestadt Obergesellschafter und die 200 000 Rostocker in gewisser Hinsicht Miteigentümer. So ein städtisches Filetstück sei nicht mit einem privatrechtlichen Grundstück zu vergleichen. "Das bedeutet für mich, dass die Bürger regelmäßig informiert werden müssen", verlangt Bothur. In Gerüchten ist auf diesem Areal von der Errichtung eines 110 Meter hohen Turmes und sechs- bis achtstöckigen Häusern die Rede. Das passe in keinster Weise zu dem Flair von Warnemünde. "Man darf doch nicht den Geist von Warnemünde auf dem Altar des Geldes opfern", kritisiert Bothur.

"Niemand redet von solchen Sechs- oder Achtgeschossern und einem Turm dieser Dimension", weist der Vorsitzende Frank Giesen (CDU) die Gerüchte zurück. Was die Transparenz anbelangt, hat Bothur im Bauaussschuss einen Konsenz erzielt: Ab der Oktober-Sitzung des Bauausschusses soll monatlich über den Sachstand des Bebauungsplanes Mittelmole öffentlich informiert werden.

Ein weiteres Gerücht ist der Abriss des Scandlines-Gebäudes. Für Bothur ist es außerdem nicht nachvollziehbar, dass das Fährbecken zugeschüttet werden soll. "Das ist eine Art Industriedenkmal, das war die erste europäische Bahnverbindung über die Ostsee", erklärt er. Und er stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob der einzige tauchende Statiker der Hansestadt gehört worden ist. In diesem Punkt meinte Bausenator Holger Matthäus (Grüne) bei der Sitzung, die Wiro wisse, was sie tue. Angeblich sei die Standfestigkeit der Spundwände nicht mehr gegeben. Der Vorgang befinde sich derzeit beim Wasser- und Schifffahrtsamt in der Prüfung.

Auch das Thema Kreuzfahrtliegeplätze sorgt für verschiedene Ansichten. Wenn auf der Seite der Mittelmole weitere errichtet werden, muss aus Sicherheitsgründen ein Zaun her. Damit wäre der Zugang für Warnemünder und Touristen eingeschränkt. Hinsichtlich der Erweiterung sind die Stadt und Nordic Yards über Ankaufpläne im Gespräch. "Das ist alles im Fluss", sagt Giesen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen