Kurzfristige Verbesserung im Torabschluss gesucht : Trainer und Beinlich beraten

Richtig gehandelt: Marcel Schied (links) fackelt  in Aue nicht lange und schließt ab.   Kurz vor dem 0:1 traf der Stürmer im Eifer aber die falsche Entscheidung. Rechts Marc Hensel (Erzgebirge).dapd
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Richtig gehandelt: Marcel Schied (links) fackelt in Aue nicht lange und schließt ab. Kurz vor dem 0:1 traf der Stürmer im Eifer aber die falsche Entscheidung. Rechts Marc Hensel (Erzgebirge).dapd

Zehn Spiele, kein Sieg. Nie mehr als ein Tor pro Partie, wenn überhaupt (insgesamt fünf, nur Aachen ist mit zwei noch schlechter). Deshalb ist der FC Hansa trotz der siebtwenigsten Gegentreffer nur Vorletzter.

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03. Oktober 2011, 06:32 Uhr

Ros-tock | Zehn Spiele, kein Sieg. Nie mehr als ein Tor pro Partie, wenn überhaupt (insgesamt fünf, nur Schlusslicht Aachen ist mit zwei noch schlechter). Deshalb ist Fußball-Zweitligist FC Hansa trotz der siebtwenigsten Gegentreffer (!) nur Vorletzter. "Wir kommen in Aue (0:1 am Freitag beim FC Erzgebirge - d. Red.) auf 14:5 Torabschlüsse und verlieren. Im Defensivverhalten sind wir einigermaßen stabil, kriegen aber nicht das richtige Verhältnis zur Offensive hin. Wir müssen die Balance zwischen defensivem und offensivem Erfolg finden", sagt Chefcoach Peter Vollmann.

Freitag Testspiel gegen FC Midtjylland

Gestern Nachmittag berieten sich der Trainerstab und Manager Stefan Beinlich. "Wir hatten uns verordnet, dass jeder sich seine Gedanken macht, Ratschläge einholt, seine Netzwerke anzapft und wir das dann zusammentragen, um Möglichkeiten zu finden, zu einer kurzfristigen Verbesserung im Torabschluss zu kommen", so Vollmann.

Das Thema Mentaltrainer kam bei den Überlegungen ebenso auf den Tisch wie die Möglichkeit eines mehrtägigen Trainingslagers, "aber davon kriegst du das Problem nicht weg, womöglich gehen wir uns noch gegenseitig auf den Geist. Davon haben uns alle abgeraten. Das sei sogar kontraproduktiv."

Zehn Spiele in Folge ohne Sieg hat selbst Peter Vollmann in seiner langjährigen Trainerlaufbahn vorher noch nicht erlebt. Er erläutert die gegenwärtige Hauptschwierigkeit anhand der Entstehung des Freistoßes, der in Aue die Niederlage einleitete: "Marcel Schied muss an der Mittellinie den Ball halten, schickt statt dessen Timo Perthel in einen aussichtslosen Konter. Der kann den Ball nie und nimmer kriegen, rennt zurück wie ein Ochse und begeht ein klassisch dummes Foul. Aber das entsteht aus einer falschen Entscheidung im Mittelfeld."

Von den bislang zehn Begegnungen (von denen sechs unentschieden ausgingen) "mussten wir drei gewinnen. Es liegt nicht in den Beinen, sondern an der mentalen Fähigkeit der Spieler, in den Situationen richtig zu entscheiden", bekräftigt der Fußball-Lehrer - und lässt genau das "unter einem gewissen Zeitdruck" üben.

"Wir haben alle nicht gedacht, dass wir einen so steinigen Weg vor uns haben", sagt Vollmann. "Die Willenstür ist offen, wir brauchen aber den Schlüssel zu den Hintertüren. Es muss ein Erfolgserlebnis her."

Ob es auf dem Weg dorthin Fortschritte gibt, wird sich am Freitag ab 15 Uhr zeigen. Dann bestreitet der FC Hansa auf dem Trainingsplatz oberhalb der Kopernikusstraße ein Testspiel gegen den FC Midtjylland, 2010/11 und momentan auch Vierter der Superliga (bzw. SAS-Liga, höchste Spielklasse von Dänemark).

Hansa Intern

  • Torhüter Kevin Müller (fünf Länderspiele für die U 20) ist der erfahrenste Akteur des Teams, das diese Woche seine nächsten beiden Partien im Rahmen der Internationalen Spielrunde bestreitet (morgen 19.30 Uhr in Reutlingen gegen Italien, Sonntag 13.10 Uhr in Pfullendorf gegen die Schweiz/ jeweils live bei Sport1).
  • Der zwischenzeitlich „verschollene“ Pavel Koštál (war wegen seiner Fußentzündung in Behandlung) ist am Sonnabend aus Tschechien nach Rostock zurückgekehrt. Der Innenverteidiger laufe individuell, so Coach Peter Vollmann, „und wird nach eigener Aussage Mittwoch oder Donnerstag wieder ins Training einsteigen“.
  • Marek Mintál (leidet an einer langwierigen Adduktorenverletzung) „wird wohl zum Ende der Woche hier auftauchen“ (Vollmann). Anvisiert ist, den wegen seiner Offensivfähigkeiten so schmerzlich vermissten Slowaken „beim nächsten Spiel (14. Oktober 18 Uhr gegen 1860 München – d. Red.) dabei zu haben. Dieses Ziel hat er sich selbst gesteckt.“
  • Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat wegen einer „länderübergreifenden Sicherheitslage“ vier Spiele der 1. und 2. Bundesliga verlegt. Darunter befindet sich die Partie der 16. Runde zwischen Hansa und Union Berlin, die demnach nicht – wie ursprünglich angesetzt – am 27. November stattfindet, sondern bereits Freitag, 25. November, um 18 Uhr.
  • Gestern wurde ca. 50 Minuten gelaufen. Danach standen für etwa eine halbe Stunde Koordinationsübungen auf dem Programm. Heute ist um 10 und 14.30 Uhr Training.
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