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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 19:52 Uhr

Hansa : Trainer frustriert, Mitglieder in Sorge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

150 kommen zum Forum. Peter Vollmann: „Wir müssen im Winter Sauerstoff einkaufen“

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Der Trainer wirkt verzweifelt, die Fans sind sauer, doch die Chefetage behält ihren Kurs bei: Der FC Hansa hat nach dem 1:3 am Sonnabend gegen den MSV Duisburg einen weiteren Tiefpunkt in dieser Saison erreicht. Trotz 1:0-Führung und einer guten ersten Halbzeit brachen die Rostocker im zweiten Abschnitt erneut ein und sind nach der siebten Pleite im zwölften Spiel als Tabellen-15. im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga angekommen.

„Das kam für mich nicht überraschend, dass es hinten heraus nicht gereicht hat. Wir erfüllen momentan nicht die Laufqualität, die man für 90 Minuten benötigt“, nahm Chefcoach Peter Vollmann seine Mannschaft in die Pflicht. Demnach seien einige Spieler in ihrem konditionellen Vermögen total limitiert und bräuchten nach drei Partien in acht Tagen eine Pause. „Das ist ein Teufelskreis, der uns immer wieder einholt. Solche Defizite bauen sich nicht in zwei, drei Wochen auf, sondern über ein Jahr“, kritisierte Vollmann die Arbeit seiner Vorgänger.

Deshalb sehe sich der Fußball-Lehrer kurzfristig nicht in der Lage, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Vollmann: „Läuferisch werde ich die Mannschaft in dieser Saison nicht mehr auf 100 Prozent bekommen.“ Stattdessen will er weitere fitte Spieler verpflichten, die den Anforderungen genügen: „Wir müssen im Winter Sauerstoff einkaufen, um uns zu steigern.“

Rückendeckung erhält Vollmann von der Vereinsführung. „Der Trainer hat unser Vertrauen und steht nicht zur Diskussion“, betonte Hansas Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann gestern während eines Mitgliederforums. Dabei verteidigte er vor rund 150 Anhängern den Sparkurs des Clubs. „Durch den Schuldenschnitt sind 30 Millionen Euro vom Tisch. Dennoch sind wir finanziell noch lange nicht über den Berg.“ Langfristig solle wieder verstärkt auf den Nachwuchs gesetzt und ein Scouting-Netzwerk aufgebaut werden. Zudem werde die Suche nach einem neuen Vorstand Sport vorangetrieben.

Sorgen bereitet Dahlmann der Rückgang der Zuschauerzahlen, der in den Bilanzen negativ zu Buche schlägt. „Was gegenwärtig sportlich passiert, ist bestandsgefährdend. Entweder wir spielen bald besseren Fußball oder wir müssen in der Winterpause Spieler ziehen lassen“, drohte der Vorstands-Boss, der sich in Sachen Aufstieg keinerlei Illusionen mehr hingibt: „In diesem und im nächsten Jahr werden wir damit nichts zu tun haben.“

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