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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2017 | 00:29 Uhr

Traditionsname "Undine" ziert den Schiffsneubau

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2013 | 09:12 Uhr

Warnemünde | Hinter dem Seenotkreuzer "Arkona" am Alten Strom erhält in Kürze das Fahrgastschiff "Undine" seinen festen Liegeplatz. Knapp 25 Meter ist der stählerne Neubau lang und etwa sieben Meter breit. Er hat optisch wenig gemeinsam mit dem gleichnamigen Bäderschiff, das 1910 als "Kronprinz Wilhelm" gefahren und zu DDR-Zeiten in "Undine" umbenannt worden ist. Statt rund und elegant wirkt dieses Schiff eher eckig und praktisch. "Beim Neubau unserer ,Undine’ mussten wir einen Kompromiss zwischen Wunsch und Wirklichkeit sowie technischen Anforderungen erzielen", sagt Bernd Lohmann (61), neben Detlev Brandt (62) einer der beiden Eigner und Kapitäne. Weit mehr als eine Million Euro haben die Rostocker Geschäftspartner investiert. Die Männer betreiben bereits seit 20 Jahren zusammen ein Bestattungsunternehmen und die Seebestattungsreederei Hohe Düne GmbH. Ihr erstes Schiff war die Barkasse "Bug" für zwölf Passagiere. Dann folgte 18 Jahre später die "Rugard". Jetzt sollte es mit der "Undine" ein Neubau sein, damit auch größere Gesellschaften mitfahren können. Außerdem sind die technischen Anforderungen deutlich höher.

Mit der Umsetzung des Projektes wurde die Rostocker Ship Repair und Trading GmbH betraut. Vor etwa eineinhalb Jahren fiel der Startschuss. Der Neubau ist in der Swinemünder Werft Poltramp Yard gebaut worden. Von der Idee bis zur Fertigstellung hat es fünf Jahre gedauert.

Den Namen "Undine" haben die Eigner bewusst gewählt. "Er ist durch das einstige Bäderschiff bekannt", sagt Lohmann. Neben der Seebestattung dient das Schiff auch für Charterfahrten. "Es gibt Menschen, die diese Verbindung merkwürdig finden", erzählt Lohmann. "Aber in der Kirche werden auch Menschen getauft, dort wird gefeiert und dort werden Trauerfeiern abgehalten", vergleicht er.

Das Schiff hat vom Germanischen Loyd die Zulassung, bis zu 20 Seemeilen raus auf die Ostsee zu fahren. Das ist ein Vorteil. Andere Vorschriften erlauben nur zwölf Seemeilen.

Ein Salon bietet 50 Passagieren Platz, das Deck 30 Mitfahrern. Es gibt ein behindertengerechtes WC. Außerdem sind natürlich verschiedenste Rettungsmittel vorhanden. Von der Ausstattung ist auch Maschinist Jörg Schweder begeistert, der genau wie Thomas Brandt zur Crew gehört. Der 33-jährige Thomas Brandt soll später die Firma weiterführen. Er hat ein Patent für Küstenschifffahrt absolviert. Fährt die "Undine" zu Seebestattungen raus, ist ihr Liegeplatz übrigens am Neuen Strom.

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