Tourismuszentrale stellt neue Warnschilder auf

<strong>Kein Einzelfall:</strong> Viele klettern am Rand der Steilküste entlang - und begeben sich in Lebensgefahr. <foto>Erika Schulz</foto>
Kein Einzelfall: Viele klettern am Rand der Steilküste entlang - und begeben sich in Lebensgefahr. Erika Schulz

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27. Juli 2012, 07:41 Uhr

Warnemünde | Nach dem Absturz eines 68-jährigen Mannes von der Steilküste in Wilhelmshöhe am Donnerstag will die Tourismuszentrale Wiederholungsfälle unbedingt verhindern. "Am Montag stellen wir neue Schilder auf, um auf die Gefahr an den Klippen hinzuweisen", sagt Roger Schult vom Bauhof der Zentrale. Die alten sind teilweise gestohlen worden oder der Witterung zum Opfer gefallen.

"Menschen müssen allerdings wissen, dass sie sich an den Küsten und Klippen in einem natürlichen Gefahrenbereich befinden und sich auch entsprechend verhalten", sagt Marita Schröder, die stellvertretende Tourismusdirektorin. "Man kann ja auch nicht den ganzen Strand mit Schildern bepflastern", sagt sie. Die Besucher müssen Abstand halten, dürfen nicht über Brüstungen klettern. Doch genau das passiert häufig. Die Warnemünderin Erika Schulz schlägt das Aufstellen von Schautafeln vor, die über die Gefahr informieren. Sie wünscht sich auch sachliche Aufklärung in Hotels und Pensionen zu der Gefahr durch die Erdrutsche, die niemand vorhersagen kann.

"Wenn die Besucher auf den normalen Wegen bleiben, dann passiert auch nichts", sagt Schröder. Roger Schult und seine Leute vom Bauhof kontrollieren regelmäßig den Zustand der Treppen zum Strand und den der Brüstungen. Der Küstenwald hingegen fällt in die Zuständigkeit von Forstamtsleiter Jörg Harmuth. "Am Wald steht ein Schild mit dem Hinweis ,Betreten auf eigene Gefahr’", sagt er. Wer sich im Wald und an der Küste bewegt, habe auch eine gewisse Eigenverantwortung. "Wir planen, an exponierten Aussichtsplätzen ein Metallgitter zu bauen", sagt er.

Das Forstamt, die Tourismuszentrale, das Grünamt sowie das Staatliche Amt für Umwelt Mittleres Mecklenburg sind zum Thema Küste immer miteinander in Kontakt. Sie sorgen dafür, dass Brüstungen und ähnliches in gutem Zustand bleiben. Den Leichtsinn einiger Menschen an den Klippen können sie damit allerdings nicht eindämmen.

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